AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1971-1972. Budapest (1973)

IV. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Batári Gyula: Bugát Pál folyóirata, az Orvosi Tár. 1831—1848 - Die Zeitschrift „Orvosi Tár" (Ärztliches Magazin) von Pál Bugát. 1831—1848

A BUGÁT Pál szerkesztésében másfél évtizeden át megjelenő Orvosi Tár azzal, hogy lehetőséget teremtett a hazai gyakorlati és tudományos orvosi közle­mények megjelentetésére és sok külföldi gyógyászati szaklap cikkeit közvetítette, megvetette a magyar orvostudomány és irodalom fejlődésének alapját, jelentős szerepet vállalt a hazai orvostársadalom magyarrá formálásában is. Die Zeitschrijt „Orvosi Tár" (Arztliches Magazin) von Pál Bugát 1831 —1848 GY. BATÁRI Am Ende der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhundertes haben die Besten der heimatli­chen Ärzte schon die Erscheinung einer Zeitschrift für Heilkunde in ungarischer Sprache in Ungarn ausdrücklich beansprucht. Im Jahre 1830 haben die Ärzte Pál BUGÁT und Ferenc SCHEDEL (TOLDI) die Gründung eines ärztlichen Fachblattes, des Orvosi Tár angemeldet. Das Hauptziel der Zeitschrift war die Mitteilung originalen ärztlichen Publikationen, ferner die Bekanntmachung — auszug­sweise — der wichtigeren Artikel ausländischer therapeutischen Zeitschriften. Es wurden auch pharmazeutische Aufsätze fortlaufend veröffentlicht. Unter den Mitarbeiter des Orvosi Tár finden wir die besten einheimischen ärztlichen Schrifsteller der Zeit. Nach dreijährigem Erscheinen mussten im Jahre 1833 die Redakteure die Erscheinung des Blattes Orvosi Tár hauptsächlich wegen Mangel an notwendiger Interesse, aber auch wegen materiellen Gründen unterbrechen. Aber im Jahre 1838 konnte die Zeitschrift wieder erscheinen. Das war in erster Reihe der Selbstlosen Tätigkeit von Pál BTJGÁT ZU verdanken, ferner auch der sehr bedeutenden materiellen Unterstützung des neuen Mitschriftleiters, des Ärzten Ferenc FLÓR. Der Im Jahre 1837 gegründete Verein der Ärzte von Pest-Buda hat auch Hilfe geleistet. Endlich ist auch noch von grundlegender Bedeutung die Unter­stützung von Ignác SRÁHLY des Statthalterrats und Landesarztes zu erwähnen: er hat für die Komitatsärzte des Landes sechzig Exemplare der Zeitschrift bestellt. Die zweite Periode des Orvosi Tár hat weitere Niveauverbesserung der Zeitschrift mit sich gebracht. Die Erfolge waren in erster Linie Pál BUGÁT ZU verdanken, der nebst anderen Inanspruchnahmen unermüdlich darum bestrebt war, dass seine Zeitschrift das wichtigste Organ und gleichzeitig der Interessenschützer von der ungarischen ärztlichen Gesellschaft sei. In der zweiten Helfte der vierzieger Jahren beschäftigt sich die Zeitschrift immer mehr mit der gesellschaftlichen und materiellen Lage der Ärzte im Lande. Fast auf allen Gebieten des ärztlichen Lebens drängte sie auf grundlegende Reforme. Es muss noch erwähnt werden, dass die Zeitschrift Orvosi Tár diejenigen Verordnungen der Behörden, die ärztliche Beziehungen hatten, regelrecht mitteilte, auch die ärztlichen Statistiken und die Nachrichten der ärztlichen Vereine, die Protokolle der Természettudo­mányi Társulat (Gesellschaft für Naturwissenschaft), die Aufstellungen der Krankenhäuser des Landes, persönliche Nachrichten von den Ärzten (Ernennungen, Todesfälle usw.), regel­recht benachrichtete sie über die Ereignisse der ärztlichen Unterrichtsinstitutionen in Pest und Kolozsvár (Klausenburg, heute Cluj, Rumänien), aber auch über die einheimischen und ausländischen ärztlichen Sensationen. Wir können es feststellen, dass die__Zeitschrift von BUGÁT die wichtigste Quelle vom neunzehnten Jahrhundert für die ungarische Ärztengeschich­te ist. Nach den Ereignissen am 15. März 1848 beschäftigte sich das Blatt in sehr grossen Umgang mit dem damals in weiten Massen sich entfaltenden ärztlichen Bewegungen und Organisation. Die letzte Nummer der Zeitschrift erschien in Dezember 1848, denn nach der Evakuierung von Buda und Pest von Seiten des revolutionären Kabinettea konnte die Zeitschrift im Jahre 1849 nicht mehr erscheinen. Das in der Redigierung von Pál BUGÁT beinahe zwanzig Jahre erscheinende Blatt Orvosi Tár hat mit seiner Tätigkeit dass es zu einem bedeutendem Forum für die Veröffentlichungen praktischer und wissenschaftlicher Art der heimatlichen Ärzten geworden ist, dass es die Auszüge vielen ausländischen therapeutischen Zeitschreiften vermittelte, ferner die ungarische ärztliche Sprache im wesentlichen geschaffen hat — den Grund gelegt zur weiteren Entwick­lung der ungarischen ärztlichen Wissenschaft und Literatur. 370

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