AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1968-1969. Budapest (1971)

IV. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Indali György: Kölcsönkönyvtárak és olvasókörök hazánkban az abszolutizmus idején - Leihbibliotheken und Lesezirkel in Ungarn zur Zeit des Absolutismus

Szabadne Szegő Judit: Budai kölcsönkönyvtár ok versengése a reformkorban. = OSZK Évkönyv 1963—64. 248—250. 1. Kis Elemérné: Ivanics kölcsönkönyvtára. 0S7JK Évkönyv 1965—1966. 458—472. 1. Indali György: Egy kölcsönkönyvtár állománya a Bach-korszak kezdetén. = Magy. Könyvszle. 1968. 76—80. 1. 3. OSZK Kisnyomtatvány tár 8° 1848—1851. 4. OSZK Kisnyomtatványtár 8" 1855. 5. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1857. 6. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1862. Kulturális vonatkozásúak. 7. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1864. Kulturális ügyek. 8. OSZK Kisnyomtatvénytár 8° 1864. Kulturális ügyek. 9. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1864. Kulturális ügyek. 10. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1866. Kulturális vonatkozásúak. 11. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1865. Kulturális és iskolaügyek. 12. OSZK Kisnyomtatványtár 8° 1863. Kulturális vonatkozásúak. Leihbibliotheken und Lesezirkel in Ungarn zur Zeit des Absolutismus (1849—1867) Gy. INDALI Nach der Niederlage des Freiheitskrieges 1848—49 hob die sieghafte Habsburger-Macht in Ungarn die staatliche Selbständigkeit auf. Das Land sollte ins zenralisierte Reich einverleibt werden. Unter solchen Umständen war der allein gangbare Weg des Widerstandes die Pflege der nationalen Kultur. In dieser Lage spielten die Leihbib­liotheken eine besonders wichtige Rolle, da die Leser mit der nationalen Literatur hauptsächlich durch ihre Vermittlung bekanntgemacht wurden. In der Abteilung für Kleindrucke der Széchényi-Nationalbibliothek befinden sich aus dieser Zeit 4 Leihbib­liothekskataloge. Drei von ihnen enthalten in bedeutender Menge Lireratur in unga­rischer Sprache. In jedem Fall stammt mehr als die Hälfte der ungarischen Bücher auch von einem ungarischen Autor. Überall sind die Werke der beiden populärsten Prosaisten der Zeit, Miklós Jósika und Maurus Jókai zu finden, die in ihren Schriften meist die heldenhafte Vergangenheit der Nation geschildert haben. Auch Werke von József Eötvös und Zsigmond Kemény, die zwar weniger populär und ihrem Sinn nach schwerer zugänglich waren, gab es — außer einer einzigen Bibliothek — überall. Die meisten Populärschriftsteller der Epoche (Ignác Nagy, Lajos Kuthy, Albert Pálffy, Adolf Franken­burg, Imre Vahot, Gereben Vas) sind vorhanden. Die ungarische Lyrik vertrat damals ein höheres Niveau als die Prosa. Bände der größten Lyriker der Zeit, Petőfi und Vörösmarty, stehen — mit einer Ausnahme — in den Katalogen. János Arany ist jedoch nur ein einzige» Mal verzeichnet. Mindestens an einer Stelle ist einer, der bereits zu den Klassikern der unga­rischen Literatur gezählten Namen (Zrínyi, Kazinczy, die beiden Kisfaludy's, Berzsenyi, Kölcsey und Csokonai) aufzufinden. Unter den wenigen, nicht zur Belletristik gehörenden Büchern, verdienen die historischen Werke Mihály Horváths eine besondere Aufmerksam­keit, der in der Revolutionsregierung das Amt des Unterrichtsministers bekleidet hatte. Auch die noch nahe Vergangenheit des Freiheitskrieges wird von einigen Büchern aufbe­schwört. All das wird durch einige Produkte des politischen Schrifttums des sog. Reform­zeitalters und durch einige Zeitschriften Jahrgänge ergänzt. Der passive Widerstand der Nation erzielte Erfolge. Unter dem Druck der ungünstigen außenpolitischen Verhältnisse versuchte Österreich ein Kompromiß mit Ungarn zu schließen, Auf dem Landtag von 1860 — 61 scheiterte zwar dieser Versuch die allgemeine Atmosphäre ist jedoch am Anfang der 60er Jahre müder geworden, als sie vor ca. einem Jahrzehnt war. Zu dieser Zeit sind aiich die Kataloge von sechs Lesezirkeln erschienen, die ebenfalls in der Abteilung für Kleindrucke der Nationalbibliothek aufbewahrt werden. Diese Vereine wollten 359

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