AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1968-1969. Budapest (1971)

III. Az OSZK munkáiból - V. Windisch Éva: Szabadpolcos történettudományi kézikönyvtár szerkesztésének néhány kérdésér?l - Über einige Fragen der Zusammenstellung einer Freihandbibliothek für Geschichtswissenschaft

Materialsammlung auf, die dem Forscher ziemlich viele, grundlegende Daten bieten können (amtliche und kirchliche Namensverzeichnisse, biographische Sammlungen praktischer Ziel­setzung, Ortsverzeichnisse, topographische und wirtschaftsgeographische Beschreibungen, statistische Veröffentlichungen). Den Grundstück der Bibliothek bilden die gedruckten Geschichtsquellen (archivalische oder erzählende, d.h. literatische Quellen). Auf diesem Gebiet wurde eine Vollständigkeit angestrebt. Außer den traditionellen Quellen wurden auch solche Texte aufgenommen, die ursprünglich nicht ausschließlich mit wissenschaftlichem Zweck veröffentlicht, jedoch nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten zu Geschichtsquellen wurden, wie etwa: Gesetze und Ver­ordnungen, Drucksachen des Parlaments; vom 16. Jahrhundert an zeitgleiche politische, juristische, wirtschaftliche Werke, Verwaltungsschriften; vom 19. Jahrhundert an das zen­trale Amtsblatt, amtliche Akten Veröffentlichungen, Compasse, soziographische, zeitgeschicht­liche Bücher, auch Flugschriften. Diese Quellenmaterialien zweiten Typs wurden natürlich stark selektiert. Einen dritten, wichtigen Zweig der Quellen vertritt die Sammlung von geschichtsstatistischen Veröffentlichungen. Die geschichtswissenschaftliche Sekundärliteratur ist neben den Quellen für eine Hand­bibliothek zweitrangig. Sie wurden ihrem jeweiligen Informationswert gemäß aufgenommen. Eine relative Vollständigkeit wurde jedoch bei den Werken angestrebt, die ihrem Inhalt entsprechend, mehrschichtige Informationen bieten, wie historische Sammelbände und Jahr­bücher, Familiengeschichten, biographische und lokalgeschichtliche Monographien (zum letzteren Typ gehört auch die Geschichte von Behörden, Betrieben und Gütern). Von den anderen geschichtswissenschaftlichen Monographien wurden nur die berücksichtigt, die ein historisches Phänomen ausschöpfend, aufgrund von Quellen, auf dem Niveau ihrer Zeit behandeln, und ihre Ergebnisse von neueren Bearbeitungen des gleichen Themas nicht überholt wurden. Diese Gruppe der Monographien wird noch durch archäologische, hilfs­wissenschaftliche und historiographische Werke ergänzt. Aus dem Bereich der Universalgeschichte können nur die wichtigsten, zusammen­fassenden, oder für das Studium einer Epoche oder einer Frage grundlegenden Hilfsbücher, sowie die nach sehr begrenzten Aspekten herausgewählten Monographien den Bestand der Handbibliothek bilden. Auf die riesigen Sammlungen der Quellenausgaben für Universal­geschichte mußten wir im vornherein verzichten. Das Material der Handbibliothek wird noch von Zeitschriftenreihen: ungarischen ge­schichtswissenschaftlichen Zeitschriften, Zeitschriften gemischten, jedoch vorwiegend histo­rischen Inhalts, einigen zusammenfassenden bzw. wegen ihres ungarischen Materials beson­ders interessanten ausländischen Zeitschriften ergänzt. 2. Zur Ausarbeitung der Sachgruppen der Handbibliothek konnten die historischen Bibliographien nur eine beschränkte Hilfe leisten, da uns eine Übernahme dieser Systeme nicht zweckmässig schien. Im Interesse der Benutzbar keit schien uns ratsam, die familien­geschichtlichen, biographischen und lokalgeschichtlichen Monographien herauszuheben, sowie die Quellen und Bearbeitungen voneinander zu trennen. So entstanden 407 Sach­gruppen, von denen 271 ungarische, 108 universalgeschichtliche und 28 allgemeine geschichts­wissenschaftliche Werke beinhalten. Die Struktur des Systems ist die folgende : I. Allgemeine Werke (Nachschlagewerke, Hilfswissenschaften, Werke zur Methodik und Historiographie) . II. Ungarische Geschichte. a) Allgemeiner Teil (zusammenfassende Synthesen über die ganze Nationalgeschichte; familiengeschichtliche, biographische, lokalgeschichtliche Werke; Bildbände). b) Quellen (nach Epochen, und innerhalb diesen nach Sachgruppen gegliedert). c) Bearbeitungen (Sammelbände, Monographien nach Epochen und Sachgruppen). III. Universalgeschichte. a) Zusammenfassende Werke. b) Monographien von Epochen. c) Monographien nach Fachgebieten. d) Geschichte einzelner Gebiete und Länder. In den letzten Zeilen der Studie wird einerseits auf die Notwendigkeit der laufenden Erneuerung der Hilfsbibliothek — selbst wenn es sich um eine wissenschaftliche Hilfsbiblio­thek handelt — hingewiesen, andererseits die Hoffnung ausgesprochen, daß das oben be­sprochene, konkrete Beispiel auch einige methodische Schlüsse erlauben wird. 294

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