AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1967. Budapest (1969)

II. Az OSZK történetéből - Berlász Jenő: Az Illésházy-könyvtár. Fejezet az Országos Széchényi Könyvtár állománytörténetéből - Die Illésházy-Bibliothek (Ein Kapitel aus der Bestandsentwicklung der Széchényi Nationalbibliothek)

164. RMK I. 689. 165. RMK II. 632. 166. RMK II. 858. 167. RMK II. 564. 168. RMK II. 610. 169. OSZK kézirattár, Fol. Lat. 2914/I-II. 170. Uo. Quart. Hung. 280., Oct. Hung. 87. 171. Uo. Fol. Lat. 2271. Quart. Lat. 76., 671. Oct. Lat. 181. Fol. Lat. 2438. Quart. Lat. 408. 172. Uo. Quart. Lat. 402., 661., 855. és 1102. 173. OSZK régi és ritka könyvek gyűjteménye: RMK III. 847/a, 895/a, 914/a, 832/a és 971/a. 174. Uo. 2. példány. Die Illésházy-Bibliothek Ein Kapitel aus der BestandsentwicTdung der Széchényi-Nationalbibliothek J. BERLÁSZ Die Abhandlung befasst sich mit einer alten berühmten Privatbibliothek, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts als Geschenk zur Széchényi-Nationalbibliothek kam. Der Verfasser hat zwei Anliegen : er möchte einerseits den in Vergessenheit geratenden Bestand der Sammlung vorstellen bzw. die geschichtliche Entwicklung der Bibliothek er­läutern und andererseits ihre kulturhistorische sowie bibliographisch-bibliophile Bedeutung würdigen. Das erste Kapitel bringt als allgemeine Einführung eine Beschreibung der Umstände, die zur Schenkung der Sammlung führten, Wissenswertes über den Stifter Graf István Illés­házy und informiert über das Schicksal der Sammlung, die zum Besitz der Széchényi-National­bibliothek wurde. Hierzu werden folgende Faktoren genannt: Illésházy (1762 — 1838) war einer der reichsten ungarischen Aristokraten und Grundbesitzer von riesigen Herrschaftsgü­tern im ehemaligen Oberungarn (heutige Slovakei). Nach Abschluss seiner Hochschulstudien promovierte er als Doktor der Philosophie und der Rechtswissenschaften. Als Anhänger der Aufklärung hatte er Verbindung zur Freimaurerbewegung. Auch im politischen Leben des Zeitalters Napoleons und Metternichs spielte er eine aktive Rolle. Begeistert unterstützte er den sich entfaltenden ungarischen Kulturnationalismus. Als letzter Nachkomme seiner Familie vermachte er im Jahre 1835, kurz vor seinem Tode, der Széchényi-Nationalbibliothek seine berühmte Schlossbibliothek in Dubnic (Komitat Trencsén). Die Nationalbibliothek nahm das reiche Geschenk sehr erfreut entgegen, obzwar der Verdienst des freigibigen Aristo­kraten im Gesetz des ungarischen Landtags verewigt wurde. Die Sammlung wurde noch im gleichen Jahre nach Budapest gebracht; aufstellen und ordnen konnte man sie jedoch vorerst nicht, da im damaligen Bibliotheksgebäude nicht ge­nügend Magazinraum vorhanden war. Mehr als zehn Jahre vergingen, bis im Jahre 1846 das heutige Gebäude des ungarischen Nationalmuseums fertiggestellt war, in dem auch die Széchényi-Nationalbibliothek ihren Platz bekam. So wurde — Ende der vierziger Jahre — die Aufstellung der Illésházy-Bibliothek möglich, aus Arbeitskräftemangel jedoch konnte sie jahrzehntelang nicht katalogisiert werden. Gábor Mátray, der Leiter der Nationalbibliothek wünschte, die wertvolle Sammlung zusammen mit anderen Privatbibliotheken als Sondersammlung aufzustellen. Das gelang jedoch nicht; da im Jahre 1870 das ungarische Ministerium für Unterrichtswesen für die Széchényi-Nationalbibliothek die Einführung des sog. Münchner Bibliotheksverwaltungs­systems verfügte, das zwangsläufig mit der Auflösung der Sondersammlungen und ihrer Ein­gliederung in die fachwissenschaftlichen Kategorien verbunden war. Das zweite Kapitel erläutert die Angaben über den Umfang der Ulésházy-Bibliothek, überprüft ihre Zusammensetzung und gibt eine Wertschätzung der Bibliothek. Als Grundlage dienen zwei Original-Bestandsaufnahmen. Eine der beiden inventarisiert den Bestand der 96

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