AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1958. Budapest (1959)

I. A könyvtár életéből - Vécsey Jenő: Az Országos Széchényi Könyvtár zenei gyűjteményének fejlődése az elmúlt tizenöt évben

Von den Werken der bereits oben erwähnten Komponisten finden wir 700, teils vollständig, teils nur teilweise autographe Werke von G. Werner, M. Hayän, und J. G. Albrechstberger in der Sammlung. Was das abgeschriebene Notenmaterial betrifft, so verteilt es sich unter Opern, Arien, Kirchenmusik, Symphonien, Kammermusikwerken oder Kompo­sitionen anderer Kunstarten, welche hauptsächlich von österreichisch-deutschen, italienischen und französischen Komponisten des XVIII. Jahrhunderts herrühren. Außer den Stücken von Esterháza und Kismarton (Eisenstadt), deutet das Mate­rial auf Wiener und auf italienische Herkunft. (Autoren: Anfossi, Bianchi, Boccherini, Campra, Cimarosa, Dittersdorf, Galuppi, Gassmann, Gluck, Grétry, Guglielmi, Hasse, Händel, Hummel, Jomelli, Lully, Majo, Mozart, Paisiello, Perez, Piccini, Pugnani, Rameau, Righini, Sálieri, Sarti, Süssmayr, Traetta, Weigl, Zingarelli etc.) Zahlenmässig bilden die gedruckten Musikwerke der einstigen Esterhäzy­Sammlung eine kleinere Gruppe. Hinsichtlich der Kunstarten ist auch dieses Material recht abwechslungsreich und nach den Komponisten geurteilt, erstreckt es sich auf eine ziemlich grosse Epoche. Unter den Drucken sind ungefähr 50 Werke von J. Haydn in Erst-, oder Frühausgaben (Artaria, Breitkopf — Haertel, Corri-Dussek, Hoffmeister, Longman-Broderip, Motto, Napier, Pleyel etc.) Die erwähnte Haydn-Analekten-Gruppe ist gemischten Inhalts, sowohl archivalischer, als bibliothekarischer Prägung. Aus dem 22 Posten enthaltenden Material sind die Wiener, Amsterdamer und Pariser Ehrendiplome, die Haydn gewidmeten Kompositionen, Gedichte und Gedenkzeilen seiner Zeitgenossen, der Autograph des auf Grund der Werke von J. J. Fux zusammengestellten Mag­nusschen kontrapunktischen Elementarbuchs und das Manuskript des von G. van Swieten umgearbeiteten Librettos des Werkes -»Die Schöpfung», usw. beson­ders erwähnenswert. 2. Die Festetics-Sammlung. Die Musikalien der Helikon- (ehem. Festetics-) Bibliothek zu Keszthely, wurden 1948 von der Musik-Sammlung in Verwahrung genommen. Aus dem alten, hauptsächlich ungarischen Material sollen wertvolle Stücke aus den Zeiten des frühen «Verbunkos* (Werbetänze) erwähnt werden (Kauer, Berner, Bengraf usw.) 3. Theatermusik-Sammlung. Diese, etwa 3000 Stücke enthaltende Samm­lung besteht aus drei großen Gruppen: Opern, Operetten, (Schauspiele mit Musik­begleitung) und Volksschauspiele. Die in der Sammlung enthaltenen Stücke von archivalischer Bedeutung sind besonders wertvoll, da sie im Falle unveröffent­lichter Werke als Quellenmaterial zu betrachten sind. Das zum größten Teil un­veröffentlichte Material der Volksschauspiele ist in musikgeschichtlicher und folkloristischer Hinsicht recht bedeutend. In dieser Gruppe sind in erster Reihe die Namen Ferenc Erkel und seine Söhne (Gyula und Sándor) zu erwähnen. Das Manuskript des Singspieles Csernyi György von Gábor Mátra,y (Rothkrepf) ist für die Anfänge der ungarischen Operngeschichte von großer Wichtigkeit. 4. Komponisten-Nachlässe. An erster Stelle sei der aus dem Wiener Schotten­hof herstammende Eduard Lisztsche Nachlass erwähnt, weicher von unserer Musik-Sammlung 1954 erworben wurde. Er enthält Reliquien, Bücher, Musik­werke und Manuskripte, darunter 22 Briefe von Eduard Liszt Sen. und Stücke aus dem Zyklus Die Winterreise von Schubert —Liszt. Béla Csuka,, der 1957 verstorbene Cello-, Gamba- und Barytonkünstler ver­machte seine, die Literatur der Musikinstrumente enthaltende grosse Sammlung unserer Bibliothek um spätere Forscher vergessener Instrumente zu entsprechen­dem Quellenmaterial zu verhelfen. Ernő Dohnányis 22 handschriftliche Werke gingen in den Besitz unserer Sammlung 1958 durch Schenkung über. Ausser den Autographen der Oper Tante 96

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