AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1957. Budapest (1958)

Szilágyi Erzsébet: Liszt „Études-Preludes" feliratú tanulmányainak egyik kéziratos variánsa

18. Raabe: Liszt's Leben. S. 39. „Er (Liszt) war über das Wiener Publikum entzückt, dess Verständnis es ihm ermöglichte, die ernstesten Werke von Beethoven, Weber ... zu spielen . . . und endlich seine eigenen grossen Etüden, jene teuren Etüden, jene Lieblings­kinder, die den Stammgästen der (Mailänder) Scala so ungeheuerlich erschienen waren." Eine handschriftliche Variante der Liszt-Studie „Etudes-Préludes" SZILÁGYI ERZSÉBET Eines der wertvollsten Stücke in der handschriftlichen Notensammlung der National ­bibliothek Széchényi ist die aus 23 Takten bestehende Studie von Franz Liszt „Etudes­Préludes", die im Jahre 1904 in den Besitz der Musik-Abteilung gelangte und unter Ms. Mus. 24 in die Bestände einverleibt wurde. Vom frühesten Jünglingsalter bis zum reifen Manne beschäftigte sich Liszt mit dem Komponieren von Etüden; seine ersten Studien wurden um 1827 von Boisselot in Marseille mit dem Titel Etude pour le Piano-Forte en quarante-huit Exercises . . , par le jeune Liszt herausgegeben. In dieser Ausgabe ist die jetzt im Besitze der Nationalbibliothek befind­liche Studie noch nicht enthalten. In der zweiten Ausgabe, betitelt 24 Etudes pour le Piano, aus dem Jahre 1839 erscheint diese Komposition als erste Studie des ersten Heftes und ist, von ganz unbedeutenden Abweichungen abgesehen, mit der Handschrift in unserer Musik­Abteilung fast Ton für Ton identisch. Die dritte Ausgabe (Leipzig, 1852, Breitkopf —Härtel) bekam einen neuen Titel: Etudes d'exécution transcendante. Hier ist die erste Studie, die C-dur Etüde, die mit der Handschrift in unserer Sammlung fast vollkommen übereinstimmt, Preludio genannt. Authentisch erkannte Liszt nur diese dritte Ausgabe an. Auf Grund die. ser, durch ihn gutgeheissenen Ausgabe wurden dann die späteren Auflagen hergestellt. Von diesen sind die in Band II/ 1 der Gesamtausgabe der Franz Liszt-Stiftung erschienenen „Technischen Studien" die bedeutendsten, die hier in allen Versionen der drei Ausgaben veröffentlicht wurden.

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