Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 94. (Budapest 2002)

Markó, B. ; Csősz, S.: Die europäischen Ameisenarten (Hymenoptera: Formicidae) des Hermannstädter (Sibiu, Rumänien) Naturkundemuseums I.: Unterfamilien Ponerinae, Myrmicinae und Dolichoderinae

19. Jahrhundert gegründeten Vereins für Naturwissentschaft zu Hermannstadt. Die Mehrheit des Materials stammt natürlicherweise aus der Gegend von Her­mannstadt, aber es gibt auch Einzelsammlungen aus anderen europäischen und so­gar tropischen Ländern. Von großem Belang ist die Tatsache, daß die ehemaligen Kustoden der Sammlung in freundschaftlicher Beziehung mit PAUL RÖSZLER ge­standen waren, der zahlreiche neue Arten um die 1930-er, 1940-er Jahre beschrie­ben hat, deren Status unbekannt ist, da wir den Ort der Beschreibungen und die Ty­pen nicht kennen. Dank dieser Beziehung befinden sich auch zwei wichtige RÖSZ­LER-Typen in der Sammlung: Mehrere Varietäten von Tetramoriam caespitum hungarica und Bothriomyrmex dimorphus. Die Zusammenstellung der hermannstädter Ameisensammlung ist mit zwei Namen verbunden: ARNOLD MÜLLER und dr. E. WORREL. Letzterer hat seine Pri­vatsammlung im Jahre 1957 dem Museum geschenkt. Dass sich nur wenige mit ih­rer Untersuchung befasst haben erklärt die Unbekanntheit der Sammlung. Der ein­zige Artikel, der bezüglich des Materials erschienen ist, ist die Arbeit von PARA­SCHI VESCU (1975), der von der rumänischen Fauna 44 Arten identifiziert. Auch er bearbeitet das Material nicht vollständig, so erwähnt er in seiner Arbeit zum Bei­spiel die RÖSZLER-Typen nicht. Zugleich betrachtet er die bereits bestimmten Ma­terialien als richtig bestimmt, was - auch wegen taxonomischer Änderungen ­wiederum Anlass zur Neubearbeitung der Sammlung gibt. In unserer Arbeit haben wir die ausführliche Bearbeitung des Sammlungsma­terials erzielt. Zuerst haben wir zu den Unterfamilien Ponerinae, Myrmicinae und Dolichoderinae gehörende europäische Material bearbeitet. Im späteren folgt die Veröffentlichung des zu der europäischen Unterfamilie Formicinae gehörenden Materials. Dabei gibt es einige Exemplare, die nicht von europäischer Herkunft sind, aber wir haben uns auf sie - mangels Bestimmungsbücher - nicht konzen­triert. MATERIALEN UND METHODEN Das Ameisenmaterial der Naturwissenschaftlichen Abteilung des Hermannstädter Brukenthal Museums beinhaltet zwei Sammlungen. Die größere ist das drei Schachteln umfassende, relativ ge­ordnete Material des im 19. Jahrhundert gegründeten Vereins zur Hermannstadt, das nach seinem Bearbeiter A. MÜLLER auch als MÜLLER-Sammlung genannt wird. Den anderen Teil bildet die Sammlung des am Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts tätigen Ameisenforschers Dr. E. WORREL. Sein Ameisenmaterial befindet sich in einer einzigen Schachtel, ziemlich ungeordnet. Bei der Veröffentlichung der Materialsammlung wurde alle unter den Präparaten aufgeführten Informationen angegeben. Es wurde die Bekanntgabe derjenigen Materialien vermieden, auf denen keine Schrift stand, das betrifft jedoch nur einige Exemplare der Gesamtsammlung. Nach den Schrif­ten, die sich auf den Fundort beziehen, wurde der heutige amtliche Name, bzw. die staatliche Zuge-

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