Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 92. (Budapest 2000)

Hieke, F.: Revision einiger Gruppen und neue Arten der Gattung Amara Bonelli, 1810 (Coleoptera: Carabidae)

erinnernd (unter den als "Paratypen" der A hanhaica gekennzeichneten Tieren befinden sich einige Exemplare, die zu A necinfima gehören), aber durch die perlschnurförmigen Fühler leicht von dieser Art zu unterscheiden. A. necinfima ist überdies deutlich kleiner als A. hanhaica. Kopf etwas dicker und Augen ein wenig schwächer vorgewölbt als bei A. infima. Die Seiten des Halsschildes (74-75) sind in sehr regelmäßigem Bogen von den Vorder- bis zu den Hinterwin­keln gekrümmt. Bei A. infima ist die Krümmung in der basalen Hälfte weniger regelmäßig und schwächer als in der vorderen Hälfte. Ein auffallender Unterschied zu A. infima ist die völlig glatte Basis des Halsschildes, denn bei A. infima ist sie um die Basalgruben, meist sogar in größerer Ausdehnung deutlich punktiert. Die äu­ßere Basalgrube ist nur undeutlich markiert, manchmal nahezu erloschen. Auf den Elytren ist ein kur­zer Skutellatsreifen stets vorhanden, der gewöhnlich kaum doppelt so lang ist wie das Schildchen. A. necinfima ist apter und die Metepisternen sind stark verkürzt, nicht länger als vorn breit. Der Penis (Abb. 78-80) ist ähnlich geformt und ähnlich groß wie bei A. infima, allerdings zeigt der rechte Scitenrand in der apikalen Hälfte eine bald deutliche, bald fast erloschene lange, sanfte Einbuchtung, die bei A. infima immer fehlt. Beide Arten besitzen im Internalsack rechts vor der Pe­nisspitze ein dunkles Längsstrichcl. Bei A. infima ist dieses Strichel einförmig und völlig gerade, bei A. necinfima ist es apikal nach innen gekrümmt und hier meist auch leicht verbreitert (Abb. 78-80, 84-86). Im Bau und in der Größe der zungenförmigen Gonostyli lassen sich beide Arten kaum unter­scheiden. Bei A. necinfima sind sie nur eine Winzigkeit kürzer als bei A. infima. Verbreitung - Mongolei. Endemisch im Changai-Gcbirge. Amara (Celia) hanhaica TSCHITSCHERIN, 1894« (Abb. 90-91) Typen - Lectotypus CJ (ZMAS), designiert durch HlEKE (1973: 47) mit Etikett "Nördl. Mongo­lei, Changai, LEDER", ebendort ein PT, weitere PT sind im HNHM. Locus typicus: Changai-Gebirgc, Mongolei. Die Zahl der Paratypen ist ungewiß. REITTER hatte einige Exemplare aus einer vermutlich grö­ßeren Serie an TSCHITSCHERIN gesandt. Der beschrieb die Art und hat wahrscheinlich nur zwei Tiere (die oben genannten Exemplare) für seine Spczialsammlung behalten, die übrigen an REITTER zu­rückgesandt. REITTER hat nun alle Tiere der Serie (auch diejenigen, die TSCHITSCHERIN nicht gese­hen halte) als typische Exemplare der A. hanhaica bezeichnet und zu einem beträchtlichen Teil an Sammler und Museen verkauft oder vertauscht. Ein anderer Teil dieser Tiere ist mit REITTERS Sammlung an das Museum in Budapest gelangt. Alle diese Belege tragen einen schwarzgerandeten Fundortzeltel mit den Worten "Nördl. Mongolei Changai LEDER". Da unbekannt ist, wie viele Stü­cke dieser Orginalserie TSCHITSCHERIN tatsächlich vorgelegen haben, kann die Typenzahl nicht an­gegeben werden, wahrscheinlich waren es viele Exemplare, die nun in zahlreichen Sammlungen zum Teil mit, zum Teil ohne PT-Zcttel stehen. Als Lectotypus war ein Exemplar aus der Sammlung TSCHITSCHERIN'S (ZMAS) ausgewählt worden (HlEKE 1973: 47), weil es sicher authentisch ist und einen von TSCHITSCHERIN geschriebenen Zettel "Amara hanhaica m, sp. n. 1894 typ" trägt. Im Mu­seum Budapest ist nachträglich an alle noch vorhandenen Exemplare der Serie in einem Fall ein rot­gerandetes Holotypus-Schild, in allen anderen ein rotgerandetes Paratypus-Schild angebracht wor­den. Da es über diese Aktion keine Publikation gibt, kann sie nicht als LT-Festlegung anerkannt wer­den und die Holotypus-Auszeichnung ist ungültig. Drei solche "Paratypen" der A hanhaica gehören zu der neuen Art A necinfima, die in vorliegender Arbeit beschrieben wird.

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