Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 87. (Budapest 1995)

Bunke, Zs.: Pflanzenpräparations-Methoden von Stanislaus Albach

entstanden, beweisen, daß ALBACH die Arten schon sehr gut kannte; Chelidonium majus wurde z.B. von 6 Fundorten gesammelt, bis er endlich 7.7.44. als Nr. 107. "adgummirte". Nach seinen Gedankenfolge wurden größere Einheiten, beziehungsweise vollständige Exemplare und be­stimmte Teile nach dem Pressen mit Gummiarabikum auf Büttenpapierbögen aufgeklebt. Na­me, Fundort und eventuell das Kultivieren schrieb ALBACH bei jedem auf die vierte Seite des kleinen Doppelbogens. Diese wurden später im Museum mit der ganzen Fläche auf einem größerem Bogen befestigt; JULIUS von KOVÁTS (szentléleki KOVÁTS GYULA 1815-1873, Mu­seolog, berühmter Palaeontolog) kopierte die Wörter auf eine Etikette, die auf die dritte Seite unten angebracht wurde. Ob ALBACH ohne weitere Erklärung, allein mit der Demonstration vollständige Informations-Einheit bieten glaubte, oder auch schriftliche Erläuterung nötig hielt, findet man zahlreiche Beispiele für beide Lösungen. Zwei andere alte Herbarien sind unter den Collectiones historicae, die ebenfalls aus aufgeklebte Exemplare bestehen. Herbarium Crantzianum entstand zwischen 1757-69; neben den Pflanzen sind Zeit- und Ortsinformationen und gelegentlich literarische Zitaten. Strenger ist die Komposition der Bogenfläche vom Herbar STEPHANUS HAYNALD (Vater von Kardinal HAYNALD). Diese Sammlung entstand wahrscheinlich zwischen 1795-1816, literarische Zitaten der Bestimmung betreffend, Verbreilungs- und Fundortsangaben sind angeführt. Die Blutenpflanzen sind bei beiden Kollektionen sorgfaltig gepreßt, meistens ohne Wurzel und womöglich in blühendem Zustand. Außerdem kommen noch einzelne Beispiele vor, z.B. frühe Belege von NICOLAUS JOSEPH JACQUIN im Herbarium Mygindianum und in ausgeschnittenen "Amphoren gestellte" Exemplare im Herbarium Lumnitzerianum von einem unbekannten Sammler. ALBACH war schon 40 Jahre alt, als er sich in die Pflanzenkunde hineinarbeitete, und binnen 10 Jahre gelang er zu einzigartige Methoden. Eine nur oberflächliche Begeisterung kann eine Abb. 4. "Gentiana eiliata Eisenstadt, Leithagebirge 6.9.44., Nr. 227." Größe des Doppelbogens 40,5 x 48,5 cm

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