Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 79. (Budapest 1987)

Taeger, A.: Drei neue Orgilus-Arten aus Korea (Hymenoptrea, Braconidae)

Diskussion : Durch die Ausdehnung der seitlichen Kanten des Metasomas bis zum Ende des 3. Tergites, die glatten Apikaltergite und die Kopfform ist die Art mit keiner anderen paläarktischen Spezies zu verwechseln. Orgilus pappianus erinnert durch die Kopf­form stark an die von MUESEBECK (1970) aus Nordamerika beschriebenen O. absonus, O. dreisbachi und O. rostratus. Von diesen Arten unterscheidet sich O. pappianus leicht durch viel breitere Flügel und schlankere Schenkel. Ob die nearktischen Spezies tatsächlich in der Verwandtschaft der Art gehören, bleibe dahingestellt, da MUSEBECK keine Angaben zur Ausdehnung der seitlichen Kanten am 3. Tergit macht. Die Zuordnung von O. pappianus zu den Orgilus s. str.-Arten ist aufgrund der Ausdehnung der seitlichen Kanten am Metasoma und der deutlich behaarten Augen nicht zweifelsfrei. Da in der Untergattung Ischio lus diese Kanten zumindest andeutungsweise auf das 4. Tergit übergreifen und das Metasoma rundlich gewölbt ist, wurde die Art vor­läufig zu Orgilus s. str. gestellt. Ich widme die Art dem bekannten ungarischen Braconidenspezialisten Dr. Jenő Papp, der mir die Untersuchung der hier behandelten Arten ermöglichte. Orgilus (Orgilus) pimpinellae NIEZABITOWSKI, 1910 (?) Unter diesem Namen wird möglicherweise ein ganzer Komplex von Arten verstanden. Die Un­sicherheit bei der Interpretation der Art wird dadurch, daß die Beschreibung aufgrund eines çf erfolgte und der Typus verschollen ist, noch verstärkt. Vorläufig ist die Art durch folgende Merkmalskombi­nation zu charakterisieren: Kopf ca. l,75-l,85mal so breit wie lang, hinter den Augen rundlich ver­engt, ausgedehnt chagriniert. Mesosoma l,4-l,55mal so lang wie hoch, Metapleuren chagriniert, matt. Hinterschenkel ca. 4,0-4,5mal so lang wie breit. Im Vorderflügel ist 2 +3-M etwa so lang wie oder länger als 2-SR+M. Hinterflügel ca. 4,5-5,Omal so lang wie breit. 1. Tergit ca. 1,2-1,4mal so lang wie apikal breit. 1. Tergit fein runzlig chagriniert, matt, ohne deutliche Dorsalcarinae. 2. und manchmal auch 3. Tergit mehr oder weniger fein chagriniert bzw. dicht punktiert. Die Ausdehnung der Skulptur auf dem Metasoma varüert stark. Metasoma seitlich bis etwa zur Mitte des 3. Tergites mit scharfen Kanten. Bohrerklappen meist l,8-2,2mal so lang wie die Hinterschenkel. Färbung schwarz mit geringen Aufhellungen der vorderen Beinpaare, Trochanteren sowie manchmal der Mundwerkzeuge und der Fühlerbasis. Die aus Korea vorliegenden Exemplare weichen in folgenden Merkmalen ab : 1. Tergit ca. 1,5mal so lang wie apikal breit. Bohrerklappen 2,5mal so lang wie die Hinterschenkel. Metasomabasis ventral aufgehellt. Untersuchtes Material: 1 <-f 1 Q mit folgender Etikettierung: „Korea, Prov. South Pyongan, Za-mo san, 60 km NE from Pyongyan 2. Sept. 1971."; „No. 231 leg. S. Horvatovich et J. Papp". Literatur MUESEBECK, C. F. W. (1970): The Nearctic species of Orgilus Haliday (Hymenoptera: Braconi­dae). — Smiths. Contr. Zool. 30: 1-104. Anschrift des Verfassers: DR. ANDREAS TAEGER Institut für Pflanzenschutzforschung Kleinmachnow, Bereich Eberswalde Abteilung Taxonomie der Insekten Schicklerstraße 5 DDR­1300 Eberswalde-Finow 87/2794 Franklin Nyomda — Múzsák

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