Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 77. (Budapest 1985)

Ronkay, L. ; Varga, Z.: Luperina diversa (Staudinger, 1891) bona species, mit der Beschreibung zwei neuer Subspezies (Lepidoptera, Noctuidae)

ganz normale L. dumerilii DUP. vorkommt, kann vorige nur als eine lndividualform, und nicht als eine Subspezies ( = geographische Rasse) betrachtet werden. Auch bei Triest •— und wohl auch anderswo auf der istrianischen Halbinsel — kommt laut STAUDER (Boll. Soc. Adriat. 25 : 150) eine mehr gezeichnete, kontrastreicher gefärbte Form (f. adriatica STAUDER) vor. Durch Genitalienunter­suchung konnten wir keinen nennenswerten Unterschied zwischen dumerilii DUP. und f. aequalis SCHAW. feststellen (vgl. Abb. 2). L. dumerilii hartigi ssp. n. Die neue Subspezies ist dem unlängst verstorbenen Graf Fred Hartig gewidmet, von wem ein bedeutender Teil der Typenserie stammt. Untersuchtes Material: Holotypus, çf, Sardegna merid., Musei, 120 m, 8. 10. 1972, coli. F. Hartig. Gen. pr. 1185 (Ronkay); Paratype, 5 çfçf und 18 Ç $ vom selben Fundort und Sammler, Gen. pr. 1511, 1269 (Ronkay), vgl. Abb. 6, 13, 25; 1 çf Sardegna, Gennargentu, leg. Krüger (alle NWMB). In der Grösse stimmt sie mit der nominotypischen Subspezies überein (Vf. 13-15 mm, Spannw. 30-32 mm). Die Färbung ist im Durchschnitt etwas kontrastreicher, aber auch eintönig verdunkelte, zeichnungsarme Individuen kommen hier vor. Die beiden Makeln heben sich — in der Regel — deutlich von der Grundfarbe ab, sie sind scharf und fein weißlich umgrenzt, manchmal auch weißlich ausgefüllt. Auch unterhelb den Makeln längs der Mittelzelle zieht sich oft eine scharfe weiße Linie, die in der Regel mit der Nieren­makel verbunden ist. Die Ringmakel ist auffallend schmal und schräg. Die Hf. sind etwas stärker gezeichnet, als bei der Nominatform; besonders auffallend ist der scharfe Mittelfleck. In den çf^f-Genitalien ist die eigentümliche vogelkopfartige Form des Cucullus und die stärkere Bedornung des distalen Teiles des Aedoeagus (Abb. 13) charakteristisch. Bemerkung: auch in Sizilien kommt höchstwahrscheinlich eine insulare Subspezies der Art vor, die aber hier — mangels größeres Vergleichsmaterials (nur 1 .-<* und 1 9 in der Sammlung des NWMB) hier nicht beschrieben werden kann (Abb. 25). Luperina dumerilii hirsuta WAGNER 1931, Internat. Ent. Zschr. 25 : 367. Tf. : Asia minor, Akshehir. — Untersuchtes Material: Asia minor : Akshehir, E. I. 1931, leg. V. v. Bartha, 5 çfçf; vom selben Fundort, aber 1-16. X. 1931, leg. Wagner, 1 çf; Izmir, Nocamp, 4-7. X. 1980, leg. Peregovits;Gen. pr. 842,1183, 930 (Ronkay), alle in NWMB; Asia min., Akshehir, 1-16. X. 1931, leg. Wagner, mehrere çfçf und Q $ (NHMW), Gen. pr. 2983 (Varga), Holotypus und Paratype. In ihrer Größe variiert sie erheblich (Vf. 11,5-16 mm. Spannw. 27-33 mm), sie scheint aber etwas größer, robuster zu sein, als die nominotypische Subspezies. Sie ist auffallend rauh beschuppt und behaart. Körper und Vf. eher graubraun, weniger gelblich. Die weiße Umrandung der Makeln nicht scharf. Auch die (/-Genitalien sind etwas robuster bzw. der Aedoeagus länger, als bei der nominotypischen Subspezies (Abb. 7-9, 11, 12). — Sie ist scheinbar nur im westlichen bzw. zentralen Teil von Kleinasien verbreitet, wo noch die mediterranen — und weniger die kontinentalen — klima­tischen Einwirkungen herrschen. Luperina dumerilii saneta (STAUDINGER, 1891), Iris IV: 285, Tf. : „Palästina". — Unter­suchtes Material: 1 çf, Palästina, Jordanthal, Lectotypus, Gen. pr. 1373 (Ronkay), Abb. 4. (ZMUB). Das vorliegende Exemplar stimmt volkommen mit der Originalbeschreibung überein und auch die Genitaluntersuchung bestätigt die subspezifische Trennung von der Nominatform. Auffallend ist, daß saneta in ihrer Färbung und Zeichnung (vgl. Distalfleck am Hf., Makelzeichnung der Vf.) der neubeschriebenen insularen Subspezies L. dumerilii hartigi ssp. n. recht nahe kommt. Luperina diversa diversa (STAUDINGER, 1891), Iris, IV: 284, Tf. „Pontus, Mesopotamia". — Untersuchtes Material: l çf, Amasia, Lectotypus, Gen. pr. 1229 (Ronkay), Abb. 14, 20 (ZMUB). 2 rf vom selben Fundort („Topotypoide"), Gen. pr. 1182, 1181 (Ronkay), Abb. 15, 16, 21 ; 5 çfçf 6 9 9 Asia min. Kizilcahamam, 18-23. IX. 1980, leg. Friedel (ZSM), 5 çfçf 2 9 9 vom selben Fundort und Datum bzw. 6-9. 9. 1967, leg. Glaser (S. Vartian, Wien); 3 çfçf 2 9 9 Asia min. Tuz

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