Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 69. (Budapest 1977)

Dely-Draskovits, Á.: Lasiopleura brevivenosa sp. n. aus der paläarktischen Region (Diptera, Chloropidae)

Lasiopleura brevivenosa sp. n. aus der paläarktischen Region (Diptera, Chloropidae) von Á. DELY-DRASKOVTTS, Budapest Abstract — (Lasiopleura brevivenosa sp. n. from the Palaearctic Region, Diptera: Chlo­ropidae). Description of Lasiopleura brevivenosa sp. n. is given with a differential diag­nosis for the two .European species. A lectotype is designated for L. longepilosa (STRÓBL). With 1 figure. Aus der Gattung Lasiopleura war bisher in der paläarktischen Region nur eine ein­zige Art bekannt: L. longepilosa (STROBL, 1893). In der Sammlung des Ungarischen Natur­wissenschaftlichen Museums (Budapest) konnten aber unter den aufbewahrten Exempla­ren dieser Art zwei, voneinander abweichende Formen aufgefunden werden. Aufgrund der mir zur Verfügung stehenden originellen Artbeschreibung (STROBL, 1893) konnte unmöglich entschieden werden, welche von diesen Fliegen der Art L. longepilosa angehören. Eben deshalb wurde das eigene Untersuchungsmaterial mit den von STROBL selbst für Typen­exemplare erklärten Fliegen verglichen. Nach einem gründlichen Vergleich mit den Typen­exemplaren* stellte es sich heraus, dass von den in unserer Fliegensammlung aufbewahr­ten und als L. longepilosa bestimmten 18 Exemplaren (5 çf çf , 13 9 9 ) nur ^ Tiere (2 çf çf, 5 9 9 ) zu der mit den Typenexemplaren identischen Art gehören. Mehr als die Hälfte unserer Exemplare (3 çf çf , 8 9 9) unterscheiden sich von dieser hinsichtlich mehrerer, wesentlicher artspezifischer Merkmale; deshalb scheint es gerechtfertigt, sie als eine neue Art zu betrachten. Lasiopleura longepilosa (STROBL, 1893) Wie oben schon erwähnt wurde, lassen sich dieser Art angehörende Fliegen aufgrund der Originalbeschreibung (STROBL 1893) nicht mit völliger Sicherheit identifizieren. Nach eingehender Untersuchung der Typenexemplare soll die von STROBL gegebene Artdiagnose mit weiteren Merkmalen ergänzt werden. (Siehe in der linken Kolonne der Differential­diagnose, S. 5). Sämtliche Typenexemplare (2çfçf**, 3 9 9) wurden bei Radkersburg — in der Nähe der österreichischen Ortschaft Cille — gesammelt. Von den zur Zeit vorhandenen 4 Exemplaren (1 çf , 3 9 9 ) SOu das eine Weibchen als Lectotyp, die übrigen Exemplare als Paralectotypen erklärt werden. Länge: Lectotyp 9 : 2,5 mm, Paralectotyp çf : 1,8 mm, Paralectotypen 9 9 : 2-2,7 mm. Lectotyp 9 : unter dem aufpräparierten Tier befindet sich ein weisser Karton­zettel von 6 mm Durchmesser, mit der Nummer ,,2954" in Tintenschrift; unter diesem Zettel liegt noch ein anderen in roter Farbe mit der Bezeichung: „Oscinis longepilosa Strobl Typen-Exemplar rev. G. Morge 1961."*** Dieses Exemplar ist beschädigt, es fehlen der rechte Flügel und der rechte Hinterfuss; trotzdem zeigt das Tier mit aller Deutlichkeit sämtliche für die Art kennzeichnende Merkmale. * Die Exemplare der Typenserie wurden mir von Dn. MORGE übersandt; für seine Bemühungen möchte ich ihm auch an dieser Stelle meinen aufrichtigsten Dank aussprechen. ** Von den beiden Männchen der Typenserie soll das eine im Laufe der Zeit zugrunde gegangen sein; sein einsliges Vorhandensein wird durch die leere Insektennadel, den Fundortzettel und die originelle Art­beschreibung bewiesen. Der Genitalapparat des zweiten Männchens wurde während der jetzigen Unter­suchungen beschädigt. *** Obwohl DR. MORGE (1974) dieses Tier für Typenexemplar erklärte, können wir ihm wegen der zur Zeit gültigen Nomenklaturregeln nicht beistimmen. Ann. Hist.-nat. Mus. Nat,. Hung., 69, 1977. 12 Természettudományi Múzeum Évkönyve 1977.

Next

/
Oldalképek
Tartalom