Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 67. (Budapest 1975)

Hajdu, L.: Neue Taxa und Kombinationen bei den Grünalgen (Chlorophyta) aus Ungarn

NEUE GRÜNALGEN 2 7 Habitat : Hortobágy-puszta (loca déserta), in rivulo anonyme- iuxta viam inter oppida Cserepes et Balmazújváros. Der systematische Wert einzelner Spirogyra-Avten kann unsicher sein, weil man manchmal die Existenz intermediärer aneuploider Hybriden annehmen dürfte. Dieser neuen Art gegenüber besteht aber kein Zweifel, da sie sich von den ähnli­chen Arten mit ihren dickeren Fäden scharf unterscheidet. Am meisten ähnelt sie an Spirogyra jaoensis Randhawa. Die Unterschiede sind: Spirogyra kolae sp. n. hat doppelt so dicke Fäden, mehr Chromatophoren, die kopulierenden Zellen sind bedeutender angeschwollen, die Sporen sind eher kugelförmig. Spirogyra sphaerica (MISRA) KRIEGER besitzt dünnere Fäden und weniger Piastiden. Obwohl Spirogyra margaritata WOLLNY die gleiche Fadendicke besitzt, sind die Zellen nicht ange­schwollen, und sind mit fast doppelt so viel Piastiden versehen. Sehr interessant war die Erscheinung, daß in allen untersuchten Fällen die Zygosporen immer in dem­selben Faden gebildet wurden, d. h. es gibt einen konstant aufnehmenden, eine re­zeptive Rolle spielenden Faden der eben deshalb einen „weiblichen" Charakter hat. An den sterilen Fäden schmarotzt ein Pilz (Abb. 2). Die Alge benenne ich zu Ehren von DR. ELISABETH KOL, gewidmet ihrer erfolg­reichen 50jährigen Forschungen auf dem Gebiet der Algologie. Tetrastrum kortobagyii sp. n. Sub. nom.: Tetrastrum multisetum (SCHMIDLE) CHODAT — HORTOBÁGYI 1962: Nova Hedw. 4. p. 47—48, fig. 725—729. Quattuor, e vertice visae cellulae, formantes triangulum enorme, faciunt cenobium in directione unius axis extensum. Spinae ornant non tantum marginem externum, sed etiam totam superficiem versus centrum cenobii rariorem cellulae. Numerus singularum spinarum 7—25 pro cellula, longitudo earum 2—5 \im, vel rectae vel flexae sunt. Chromatophorum unum, parietale, cum pyrenoide. Dia­metros cellulae: 2,8—6,4 [im. Cenobium sine spinis: 6,2—8,5x7—10 u,m. Species no men suum de observatore primo, Tibor Hortobágyi aeeepit. Habitat in piscina, Buzsák. Dieser neue Spezies bildet das letzte Glied der Variationsreihe der Tetrastrum­Arten, hier ist die charakteristische Bestachelung am meisten ausgeprägt. HORTO­BÁGYI erkannte die neue Art nicht und verwickelte sich in Wiedersprüche. AHL­STROM und TIFFANY wiesen T. multisetum (SCHMIDLE) CHODAT als Synonym zu Micractinium pusillum FRESENIUS. HORTOBÁGYI bezweifelte dies und unterstützt die Zweifeln mit den an den Buzsáker Algen durchgeführten Beobachtungen. Einigen Zeilen weiter (1. c. p. 48) erwähnt er jedoch, daß die gefundenen Exemplare mit der Arbeschreibung nicht übereinstimmen: „Brunnthalers Figur". . . (die eben eine genaue Reproduktion des Iconotypus ist). . . „ist jedoch nicht das typische T. multisetum,. . ., da ich Exemplare solchen Zellbaus und derartiger Stachellänge in den Fischteichen nie gefunden habe. " Da die Buzsáker Exemplare als Novum zu betrachten sind, berühren sie die Selbständigkeit von T. multisetum nicht. Es besteht kein Zweifel, daß T. multise­tum zu Micractinium pusillum gehört. Man kann sogar den Kreis der Übereinstim­mung noch enger zusammenziehen. Die Identität bezieht sich nicht auf die ganze Art, sondern nur auf einer Varietät: Micractinium pusillum FRES. var. elegáns G. M. SMITH (1920 Wisconsin Geol. Nat. Hist. Surv. 57, p. 126, tab. 29: fig. 1).

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