Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 66. (Budapest 1974)
Varga, Z.: Hadeninae (Lepidoptera, Noctuidae) aus der Mongolei
km von Somon Chalchingol, 600 m, 12. 8. 1965 (Nr. 399) 1 rf ; Somon Chalchingol, 600 m, 13. 8. 1965 (Nr. 409) 4 ff. — Archangaj aimak: Changaj Gebirge, zwischen Somon Ichtamir, und Somon Culuut, cca 20 km W von Somon Ichtamir, 3 km S vom Tal des Flußes Chanuj gol, 2150 m, 19. 7. 1966 (Nr. 716) B çf. - Bulgan a im a k: 9 km O von Somon Abzaga, 1300 m, 22. 7. 1966 (Nr. 729) 7 rf ; Namnan ul Gebirge, 23 km NW von Somon Chutag, 1150 m, 21. 7. 1968 (Nr. 1136, 1137) 19 rf, 2 9 ; 7 km NW von Somon Chanzargalant, 1350 m, 22. 7. 1968 (Nr. 1140) 7 rf ;SO vonSomon Daschincilen, 1050m,. 23. 7. 1968 (Nr. 1141) 4 çf. -Central a im a k: Tal des Flußes Tola, zwischen Somon Altanbulag und Somon Tariat, cca 30 km ONO von Somon Tariat, 1200 m, 24. 7. 1966 (Nr. 742) 1 rf; SO von Somon Bajancogt, 1600 m, 27. 7. 1966 (Nr. 751) 21 rf, 2 9, id., 26. 7. 1968 (Nr. 1153) 8 rf. Die taxonomische Gliederung der Polia bombycina in der Mongolei wirft recht interessante Probleme auf. In rein nomenklatorischer Hinsicht bereitet schon der Name mongolica STGR. erhebliche Schwierigkeiten. Aus der Sammlung STAUDINGER des Zoologischen Museums der Humboldt-Universität, Berlin (DDR) habe ich durch die freundliche Behilflichkeit von Dr. H-J. HANNEMANN die beiden Originalexemplare dieser Form erhalten (2 çfçf), die aber untereinander nicht ganz übereinstimmen. Das erste Exemplar wurde früher schon von BOURSIN einmal genitaluntersucht, aber das Präparat war im Berliner Museum nicht vorhanden. Dem Habitus nach soll dieses Exemplar als eine advenina-¥orm gelten, diese Feststellung läßt sich aber mangels entsprechender Bestätigung durch das Genitalpräparat nicht mehr verifizieren. Das andere Exemplar steht zur westpaläarktischen bombycina bombycina HUFN. näher als zur östlichen (Amur-UssuriGebiet, Sachalin, Kurilen, Japan) Form advenina BRYK, die aber in der Literatur meistens als adjuncta STGR. (manchmal als sp. bona) angeführt wird. Unsere Meinung wurde durch die Genitaluntersuchung des oben besprochenes Exemplars auch bestätigt, die keine wesentlichen Unterschiede gegenüber den europäischen und zentralasiatischen Exemplaren von verschiedenen Fundorten (Umgb. Berlin, Alpen, Ungarn, Bulgarien, Iii-Gebiet, Transkaukasien) aufweist. Dieses Exemplar wurde von uns als Lectotypus der P. bombycina mongolica designiert. Die Exemplare der östlichen Subspecies advenina BRYK lassen sich auch aufgrund ihrer Genitalien ziemlich sicher und eindeutig von der bombycina trennen. Die gefundenen Genitalunterschiede sind aber klein und auch die ausgesprochene Allopatrie der beiden Formen, die auch in ihrer Verbreitung in der Mongolei klar zum Ausdruck kommt, spricht dafür, daß eine artliche Trennung beider Formen (wie z. B. bei M . athalia aihalia und M . athalia ambigua oder bei E. aurinia aurinia und E. aurinia sibirica, die von zoogeographischer Hinsicht ähnliche taxonomische Gliederung aufweisen) nicht konsequent wäre. Es ist aber offensichtlich, daß zu einer endgültigen Lösung dieses Problems weitere Materiale aus jenem Gebiet notwendig wären, wo eine Überlappung und Hybridisierung beider Formen stattfinden kann. Die Verbreitung beider Formen in der Mongolei wurde auf der Karte (Abb. 8) dargestellt. Aufgrund dieser Verbreitungskarte läßt sich ganz eindeutig feststellen, daß die mit der nominotypischen bombycina in enger Verwandschaft stehenden Formen in der Mongolei zwei, voneinander wahrscheinlich vollständig isoliertes Gebiet bewohnen. Die von uns als P. bombycina mongolica STGR. designierte Form kommt nur in der extremsten nordwestlichen Mongolei dicht an der sowjetischen Grenze vor und ihr Areal zieht sich weiter in die Richtung des Altaj- und Sajan-Gebirges bzw. nach Zentralasien, wo im Iii-Gebiet, bei Issyk-Kul, beim Kuku-Nor oder sogar im Elburs-Gebirge im N-Tran ganz ähnliche bombycina-~Formen vorkommen. Im Gobi-Altaj Gebirge wurde eine sehr interessant gefärbte, von der P. bom-