Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 66. (Budapest 1974)
Varga, Z.: Hadeninae (Lepidoptera, Noctuidae) aus der Mongolei
von Somon Bajanleg, 1350 m, 2. 7. 1967 (Nr. 879) 2 ^,2 Ç . - Gobi Altaj aimak: cca 5 km S vom Paß zwischen Az Bogd ul und Tachijn Schar nuruu, 1600 m, 29. 6. 1966 (Nr. 601) 1 9- — Uburchangaj aimak: am halben Weg zwischen Somon Bajanleg und Somon Bulgan, cca 130 km OSO von Bajanleg, 1150 m, 3. 7. 1967 (Nr. 882) 1 9Cardepia sociabilis GRASL. ist eine außerordentlich weit verbreitete halophile Art, deren Nominatform aus Spanien beschrieben wurde. Nicht weniger als vier Rassen sind aus N-Afrika bekannt (strobilacei DUM.: Tunesien; deserticola Hrs.: Algerien; mauretanica ROTSCH. : Mauretanien; ghighii TRTI: Cyrenaica)* ; als am weitesten verbreitete Form gilt jedoch C. s. irrisoria ERSCH., die bis jetzt aus Saudi-Arabien, Vorderasien, S-Ukraine, Peloponnessos, aus dem Krym, Transkaukasien, N-Iran, N-Afghanistan, Transkaspien, Tadzhikistan, Turkestan, Kazachstan und aus den S-sibirischen Gebirgen (Tien-Shan, Ala-Tau usw.) sowie aus der Mongolei nachgewiesen wurde. 4. Cardepia kaszabi SUKHAREVA et VARGA (Tafel 1: Fig. 1—2, Abb. 3.) Mitt. Münchn. Ent. Ges., 1973, 63: 215. Südgobi aimak: Abflußloses Becken 10 km NNO von Dalanzadgad, 1450 m, 7. 7. 1967 (Nr. 898) 1 çf Holotypus, 83 çf und 30 9 Paratypen vom gleichen Fundort und Datum; SW-Rand des Sees Dund gol (am ,,alten" Somon Gurban-tes), 1300 m, 18. 6. 1967 (Nr. 817) 6 çf und 5 9 Paratypen. — Bajanchongor aimak: SO-Ecke des Sees Orog nur, 1200 m, 23. 6. 1964 (Nr. 183) 1 9 (von SHELJUZHKO, 1967, p. 214 unter No. 23 mit folgender Bemerkung angeführt: „Cardepia sp., BOURSIN det. — Nach dem Dafürhalten von BOURSIN vermutlich eine neue Art."); 8 km OSO von Somon Bajanleg, 1350 m, 2. 7. 1967 (Nr. 879) 9 çf und 17 9 Paratypen. - Uburchangaj aimak: am halben Weg zwischen Somon Bajanleg und Somon Bulgan, cca 130 km OSO von Bajanleg, 1150 m, 3. 7. 1967 (Nr. 882) 9 çf und 17 9 Paratypen. Von der V. Expedition brachte Dr. Z. KASZAB eine große Serie einer interessanten Cardepia-Art, die ihrem Habitus nach gewisse Ähnlichkeit mit Epia accurata CHRISTOPH, 1882 (Horae Soc. Ent. Ross. 17: 110) aufweist und sich von allen bis jetzt bechriebenen Cardepia-Arten sofort trennen läßt. Die größte Anzahl der Exemplare stammt vom gleichen Fundort wie jene der beiden anderen neuen Arten : Cardiestra gobideserti bzw. Hadula halodeserti. Es kann vorausgesetzt werden, daß es sich auch in diesem Fall — wie auch die anderen Vertreter der Gattung Cardepia — um eine halophile Noctuide handelt, die durch ihre Futterpflanze an bestimmte Pflanzenassoziationen der abflußlosen Becken der Mongolei gebunden ist. Grundfarbe der Vorderflügel hell sandgelb mit einem leichten bräunlichen Ton. Die Nierenmakel ist groß, breit ; die unteren Zweidrittel dunkler ausgefüllt und schwarzgrau umrissen. Im unteren Innenwinkel der Makel befindet sich ein weißer Fleck, der manchmal basalwärts strahlenförmig ausgezogen ist und dadurch eine Verbindung mit der hellen Ringmakel zustande bringt. Keilfleck kurz, viereckig, mit undeutlichen dunklen Konturen. Die doppelten Querlinien sind breit und weiß ausgefüll, was den Tieren einen sehr charakteristischen bunten Habitus verleiht. Hfl. gelbgrau mit undeutlichem dunklen Saum und mit hellen Fransen; der Diskalfleck ist kaum angedeutet. Der r^-Genitalapparat Abb. 3. kann mit jenem der Arten C. sociabilis GRASL. und dardistana BRSN. verglichen werden (C. helix BRSN. kommt hier freilich nicht in Frage, weil bei dieser Art der Sacculusfortsatz eine ganz eigenartig speziali*Es ist anzunehmen, daß ein Teil der bis jetzt als Subspezies der C. sociabilis betrachteten Taxa richtiger als selbständige Arten zu betrachten sind.