Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)
Verseghy, K.: Angaben über den Wasserhaushalt einiger Xerotherm-Erdflechten
In direktem Sonnenlicht ist die Abgabe naturgemäss um vieles schneller. In solcher Lage hält die Parmelia pokornyi verhältnismässig am längsten das Wasser, bei 44 °C gibt sie die aufgenommene W T assermenge in 50 Minuten vollkommen ab. Das Verhalten der Cl. magyarica war ungefähr dasselbe. Bei 35 °C trocknet sie in 60 Minuten aus. Der Cl. convoluta und der Cl. furcata genügen bei 44 °C resp. bei 42 °C, 30—40 Minuten zur Abgabe des aufgenommenen Wassers (Abb. 2). Diese Ergebnisse beim Wechsel der Jahreszeiten, der Temperatur und des Dampfgehaltes erlauben uns Folgerungen zum Verständnis der physiologischen Aktivität und Passivität unserer xerothermen Flechten zu schliessen. Abb. 2. Wasserabgabe in der Sonne bei C° 44 (1, 2), 42 (4), 35 (3) 2. Die Aufnahme von Wasserdampf bei verschiedener relativer Feuchtigkeit und die Wasserbilanz Meine Untersuchungen habe ich bei 70—80—95 und 100%-iger relativer Feuchtigkeit, auf lufttrockenem Material vorgenommen. Anfänglich ist der Anstieg — gleich der Aufnahme von tropfbarflüssigem Wasser — sehr schnell. Am ersten Tag erreicht sie annähernd den maximalen Wert (Abb. 3). Bei der Aufnahme von tropfbarflüssigem Wasser stellt sich die Sättigung in 1—1,5 Minuten ein, dagegen wird die Gleichgewichtslage bei Aufnahme von athmosphärischem Wasserdampf nur in Tagen erreicht, was immerhin lediglich einen Prozentsatz der maximalen Sättigung bildet. Bei verschiedener relativer Feuchtigkeit benehmen sich die einzelnen Typen verschiedentlich. Bei 70%-igem relativen Dampfgehalt (bei 19 °C Temperatur) nehmen am ersten Tag die P. pokornyi und die Cl. magyarica eine identische Menge auf, dagegen nimmt die Cl. furcata die geringste und die Cl. convoluta die grösste Menge auf. Bei allen 4 Arten zeigt sich die Gleichgewichtslage am 4-ten Tag, was mengenmässig bei der Cl. convoluta am höchsten liegt. Im allgemeinen erreicht jede Art bei dieser Dampf Sättigung den 10—15%-igen Wassergehalt. Betreffend die am ersten Tag aufgenommene, sowie die in Gleichgewichtslage erreichte Menge, bei 80 und 95%-igem relativen Wasserdampf führt die Cl. convoluta. Bei allen 4 Arten stellt sich die Gleichgewichtslage bei 80% am zweiten Tag und 95% am dritten Tag ein. Die mengenmässige Folgenreihe ist ähnlich der, bei 70%igem Dampfgehalt gewonnenen Beobachtungen. Wie die beigelegte Abbildung es