Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Verseghy, K.: Angaben über den Wasserhaushalt einiger Xerotherm-Erdflechten

Die Wasserabgabe habe ich bei Zimmertemperatur (22 °C), sowie auf in Sonnen­licht gelegtem Material, bei ungefähr 60—76%-iger relativer Feuchtigkeit gemessen. Den Mechanismus der Wasseraufnahme des Thallus, sowie des Podetiums, das Eindringen des Wassers habe ich mittels gefärbten Wassers (mit schwach gesäuertem Fuchsin) auf mikroskopischen Querschnitten beobachtet. la Tropfbarflüssige Wasserauf nähme Die Menge und Geschwindigkeit der Aufnahme von tropfbarflüssigem Wasser ist bei unseren untersuchten Arten verschieden. Hinsichtlich der Rindenflechten hat auch RIED (1960) spezifische Unterschiede bei den einzelnen Arten festgestellt. Was die Wassermenge betrifft: die grösste Menge saugt die P. pokornyi auf, an zweiter Stelle steht die Laubflechte Cl. convoluta, an dritter Stelle die Cl. magyarica, und die kleinste Menge saugt die Cl. furcata auf. Es ist interessant, dass wir auch Unterschiede an dem zu verschiedenen Jahreszeiten gesammelten Material finden. Meine Untersuchungen habe ich auf Material, welches ich im Frühjahr (Anfang April), im Sommer (Juli) und im Herbst (Mitte Oktober) gesammelt habe, mit 5 Kontroll-Exemplaren vorgenommen. Die oben erwähnte Reihenfolge bleibt in allen drei Jahreszeiten die gleiche, lediglich ist die Menge des aufgenommenen Wassers bei den, im Sommer gesammelten Exemplaren die niedrigste. Tabdle 1. Tropfbarflüssige-Wasseraufnahme: maximale Wassermenge (auf 1 g Lufttrocken-Gewicht gerechnet) April Juli November g/H 2 0 g/H 2 0 g/H 2 0 Parmelia pokornyi 1,8-2,6 1,4-1,8 3,1 -3,25 Cladonia convoluta 1,8-2,2 1,2-1,8 2,45-3,1 Cladonia magyarica 1,6-2,0 0,8-1,0 1,8 -2,25 Cladonia furcata 1,6 1,0-1,3 1,74—1,84 Die Geschwindigkeit der Wasseraufnahme — im Einklang mit den bisherigen Untersuchungen (STOCKER 1927, BUTIN 1954, RIED 1960) ist sehr schnell, bis zur 10. Sekunde im allgemeinen rapid, nachher zeigt sich eine Verlangsamung. Die P. pokornyi erreicht schon in der 5. Sekunde die ungefähre Hälfte der maxi­malen Wassermenge, in der 10. Sekunde den % Teil. Zwischen den 4 Arten ist die letzte in dieser Hinsicht die Cl. magyarica, welche in der 5. Sekunde y 4 und in der 10. Sekunde ungefähr die Hälfte ansaugt. Den Sättigungspunkt erreichen sie in 1—1,5 Minuten. 1 b Tropf barflüssige-Wasser-Abgabe Die Abgabe des tropfbarflüssigen Wassers habe ich auf im Frühling und im Sommer gesammeltem Material untersucht. Im Frühling in Zimmertemperatur (21—22 °C), im Sommer auf direkt in die Sonne gelegten Exemplaren. (In der

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