Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

Am Permer-Rotstein konnten in derselben kühlen humiden Klima-Phase artenreiche acidophyle Eichenwälder sein, in denen die heutigen Quercion-roboris und die atlantisch-europäischen mesophylen Eichen- und Buchenwald-Elemente eine wichtige Rolle spielen. In der dichten Moosschicht kam wahrscheinlich Leucobryum glaucum massenhaft vor, von dem ein kleiner Rest auch heute noch auf Nordhängen des Alsóörser „Kilátó-Berges" zu finden ist. In der subatlantischen Phase (2500) ist das Klima kühler und etwas trockener geworden (KOMLÓM 1966 p. 199). Die Vertrocknung wurde durch die Tätigkeiten der Menschen durch Entwässerung und durch Waldrodung, die die Tiefebene zum grössten Teil baumlos machte, noch verstärkt. Das aridere Klima verursachte im Gebiet des Balatonoberlandes eine entscheidende Veränderung. Die Buchen finden wir heute nur vereinzelt in den geschützten Winkeln der engen Täler (z. B. Nosztori-Tal) ; in den Bergketten in der Nähe des Ufers und dem dahinterliegenden, mit minderer Bodenschicht bedeckten Plateaus wurden die Orno-Quercetum xerothermen Hochwälder klimazonal. An Südhängen auf Kalk- und Dolomit­Grundgestein sowie auf kalkigem Löss verbreitete sich die Orno-Quercetum coro­nilletosum, und diese Subassoziation wurde durch die „Löss-Brücken" mit den acidophylen Eichenwäldern benachbart. Ihre Arten zogen sich auf die Südhänge, und die bodenbiochemischen Schwellenwert überschreitenden pH-wertigen Böden verdrängten die europäischen acidophilen Eichen-Elemente allmählich auf die Westhänge, bzw. in Plakor-Lage. Diese Bestände mit der Orno-Cotinion und den submediterranen Festuco-Brometea-Elementen bildeten eine typische Orno­Quercetum Gesellschaft in der aber die acidophilen Quercion-roboris-Elemente eine wichtige Rolle spielen. Ihre Bestände, wie die acidophilen Charakter zeigende Subassoziation der Orno-Quercetum pannonicum Gesellschaft behandle ich in meiner weiteren Arbeit unter dem Namen Orno-Quercetum pannonicum luzuletosum. Die, von Orno-Quercetum abweichenden und an Quercion roboris Elemente reiche acido­phil Eichenwälder, die auf den Plakor-Gipfeln und Westhängen des Berges vor­kommen, fand ich Genisto-Quercetum an nächsten stehend, und das wird auch in den statistischen Untersuchungen unterstützt. Ich nenne diese, in kleiner Area vorkommenden, teilweise relict-artig, unter submediterraner Wirkung stehende Bestände: Genisto tincioriae-Quercctum petraeac ornctosurn. Die Beschreibung der zwei Subassozialinnen 1. Orno-Quercetum pannonicum luzuletosum subass. nov. Diese Gesellschaft entwickelte sich auf Südhängen des Permer-Rotstein­Gebirges auf podzolischem braunem Waldboden. Ihre Baumschicht hat eine Deckung von 75—80% und eine Höhe von 6—8 m. Wo die Deckung kleiner ist, wird die Krautschicht von einigen m 2 Steppen-Flecken unterbrochen. Die konstan­ten Elemente der Baumschicht sind die Fraxinus ornus, Quercus pubescens und Quercus petraea, subkonstant ist die Quercus cerris. Die durchschnittliche Deckung der Strauchschicht ist 50%-ig; sie wechselt von 20 bis 70%. Am auffallendsten ist das konstante, subkonstante Auftreten der Fraxinus ornus und Cotinus coggygria mit einer grossen Deckung — die erste bildet eine untere Baumschicht, die andere eine zweite Strauchschicht. Ähnlich ständig sind in der Strauchschicht die Crategus monogyna, Euonymus verrucosa, Juniperus communis, Ligustrum vulgare, Prunus spinosa, Quercus petraea und die Rosa canina.

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