Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 62. (Budapest 1970)

Jánossy, D.: Ein neuer Eomyide (Rodentia, Mammalia) aus dem Ältestpleistozän ("Oberes Villafrankium", Villányium) des Osztramos (Nordostungarn)

Die unteren Zähne sind ebenfalls besonders vereinfacht. Das Paraconid ist hei dem P 4 jüngerer Exemplare labial isoliert von dem Protoconid — Metaconid ­(irat, bei älteren Individuen sind aber diese Elemente zu einer einheitlichen Vor­derschlinge verschmolzen. Diese Vorderschlinge steht durch einen mehr oder weniger schräggestellten Längsgrat mit der hinteren Schlinge (Hypoconid-Hypo­conulid-Entoconid) in Verbindung. Das Hypoconid ist lingual in eine Spitze aus­gezongen. Bei den bis jetzt untersuchten Exemplaren des P 4 ist keine Spur eines Mesolophids zu beobachten. Der P 4 hat zwei Wurzeln, eine vordere zylindrische und eine hintere transversal abgeplattete. Die Struktur der M 1 und M 2 ähnelt beinahe in allen Einzelheiten der des P 4 , sie sind ebenso einfach gebaut. Die Hauptdifferenz liegt darin, dass das Paraconid sehr nahe zum Protoconid-Metaconid Quergral geschoben ist und dadurch die Innensynklinale I. wesentlich reduziert (..zusammengedrückt") erscheint. Wie schon weiter oben erwähnt wurde - ist der M x gegenüber dem M 2 auffallend redu­zierter, als bei den bis jetzt beschriebenen Pseudotheridomys-Arten (siehe die Be­merkungen nach den Massen). Bei dem M 3 zeigen sich die selben Elemente, wie bei den anderen Molaren, nur in viel zusammengedrängterer Form. Ein sehr wichtiger Charakterzug soll noch hier erwähnt werden: bei den M 4 und M 2 einiger Exemplare zeigen sich solche Varianten, die unsere Funde an Pseudotheridomys nähern: Das sind die Spuren eines Mesolophids (siehe Taf. Abb. 2, 4). Übrigens besitzen die M, und M 2 je vier kleine, zylindrische Wurzeln, die M 3 zwei dünnere vordere und eine stärkere hintere. Diese Tatsache soll deswegen her­vorgehoben werden, weil überall, wo in der Literatur Abbildungen vorliegen, oder wir eine Notiz über diesen Charakterzug finden, sprechen die Autoren ausschliess­lich von drei Wurzeln der unteren Molaren bei den Eomyiden im allgemeinen (FAHLBTJSCH, 1968; THALER, 1966 usw.). Besonders bemerkenswert ist endlich die Struktur der Kaufläche des unteren D 4 . Von diesem Zahn liegen bis jetzt vier Exemplare vor. Bei allen ist die Innen­synklinale I. viel breiter, als bei dem P 4 und ein gut ausgeprägter Mesolophid ist zu beobachten. Dieses letztgenannte Element ist ein interessanter atavistischer Charakterzug, der Estramomys wiederum mit Pseudotheridomys phylogenetisch verknüpft. Es liegen eine Reihe von Inzisiven in situ in Mändibeln vor. Diese zeigen ein längsovales Durchschnittsbild, etwa die Hälfte des Zahnes wird von einem leicht gelblichen Schmelzband aufgebaut. Die Abmessungen der Backenzähne sind auf Tabelle 1 (in mm-n, mit dem Okidarmikrometer gemessen) aufgeführt. Aus den Abmessungen selbst ist die Reduktion des oberen M 3 gut zu sehen: die oberen P 4 , M 1 und M 2 fallen über die obere Grenze der Variationsbreite der en Isprechenden Zähne von Pseudotheridomys carpathieus, diejenigen des M' ! liegen aber innerhalb der Variation der letztgenannten. Der obere Milchzahn ist in abso­lutem Masse viel grösser bei Estramomys. Die unteren Zähne sind nicht nur grösser bei der Art von Ungarn, sondern die allometrischen Verschiedenheiten des Mj gegenüber Ps. carpathieus sind auch metrisch gut ausgeprägt. Die Länge des M, variierte beim letzleren zwischen 0,71-0,82 mm, bei Estramomys simplex zwischen 0,75-0,85 mm, wobei die Breite in ähnlicher Reihenfolge: 0,71-0,82 und 0,85-1,03 mm beträgt. Vergleiche: Die Familie Eomyidae war — unseren derzeitigen Kenntnissen gemäss — in Europa und Nordamerika hauptsächlich im älteren Tertiär — , weit verbreitet. Seit der Benützung der Schlämmethode stellte sich sogar heraus, dass

Next

/
Oldalképek
Tartalom