Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 62. (Budapest 1970)

Jánossy, D.: Ein neuer Eomyide (Rodentia, Mammalia) aus dem Ältestpleistozän ("Oberes Villafrankium", Villányium) des Osztramos (Nordostungarn)

ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 62. PARS M INER ALOG IC A ET PALAEONTOLOGICA 1970 Ein neuer Eomyide (llodentia, Mammalia) aus dem Allestpleistozän („Oberes Villai'rankium", Villányi um) des Osztramos (Nordostungarii) Von D. JÁNOSSY, Budapest In den vergangenen Jahren meldete der Sekretär der Höhlenforschenden Gesell­sehalt, GYÖRGY DÉNES, das Vorkommen von Knochen in den Spaltenfüllungen der Steinbrüche des Berges Osztramos, Nordostungarn, dem Nationalmuseum zu Buda­pest. Auf Grund dieser Meldung wurden vom Verfasser zuerst im Jahre 1967 einige Proben einer reichen Fauna im Teil Nr. XII. des grossen Steinbruches (312 m N. N.) in der Roterdeausfüllung einer völlig mit Sediment ausgefüllten Höhlung gesanimelL. Diese Fundstelle bezeichneten wir mit Nr. 2. Ihre Fauna stammte vom Alt-Mittel­pleistozän (eine A//op/?a/om//.s-7.ai/aror/on-TJergesellschaft). Im nächsten Jahre durch­prüften wir zusammen mit Kollegen LÁSZLÓ BÉCSY nochmals die sich in recht aktivem Abbau befindenden Steinbrüche, um neuere Fundstellen zu finden. Unter den vielen Spalten, Klüften und Höhlen, die den Kalk des genannten Berges durchziehen, fan­den wir wiederum eine, die eine reiche Kleinvertebratenfauna lieferte. Diese neue Fundstelle bezeichneten wir mit Nr. 3. Im Sommer des Jahres 1060 wurde dann — unter anderem —, auch ein Teil der Ausfüllung der Spalte Nr. 3 systematisch ausgebeutet. In den Grabungsarbeiten nahmen ausser einer Studenten-Arbeitsgruppe die Kollegen LÁSZLÓ BÉCSY, WOLE­DIETRICH HEINRICH (Berlin), ENDRE KROLOPI' und GYÖRGY TOPÁL teil. Das Material der bundstelle Nr. 2 wird an einer anderen Stelle bekanntgegeben, hier beabsichtige ich nur eine kurze Skizze über die Fundstelle und Fauna von Nr. 3 zu geben, mit der eingehenden Beschreibung des ganz besonders bemerkenswerten Eomyiden­Fundes. Die Fundstelle Der Berg Osztramos selbst wurde in der Literatur schon einmal flüchtig als Fundort fossiler Verlebraten erwähnt (KRETZOI, 1056, Seite 222. Diese Fundstelle konnten wir schon mit Sicherheit nicht mit einer der Spalten identifizieren — laut mündlicher Mitteilung von M. KRETZOI wurde das Material in der Halde gesammelt. Ich bezeichne allerdings diese erste Fundstelle mit Nr. 1). Der Berg selbst besteht aus oberem Mitteltrias (ladinischem, Wettsteiner) Kalk; er liegt zwischen den Dörfern Tornaszentandrás, Bódvaszilas und Bódvarákó, im Tal des Flusses Bódva, etwa 20 km nordöstlich von Rudabánya und 45 km nördlich der Stadt Miskolc. Die Fundstelle Nr. 3 liegt in der süd-südwestlichen Ecke des östlichsten Stein­bruches Nr. XI, etwa 25 m höher als die Fundstelle 2 (Stand des Jahres 1060; In­folge der ganz besonders intensiven Abbauarbeiten verändert sich die Form und Lage der einzelnen Teile der Steinbrüche von Jahr zu Jahr). Sie besteht aus einer etwa 5 m breiten und bis jetzt bis zu 12 m Tiefe aufgeschlossenen senkrechten Spalte, die mit tiefroter, an einigen Stellen dunkel rotbrauner Terra-Rossa ganz bis zur heutigen Oberfläche ausgefüllt ist (diese liegt anscheinend nicht weit von der origi­nalen Oberfläche des Berges). Es ist — trotz des weitgehenden Aufschlusses — , nicht ganz klar, inwieweit die Kluft der Fundstelle mit dem grossen Spallensystem in Verbindung steht, welches sich durch den ganzen Berg zieht, inmitten der Hoterde liegen in mehreren Schichten stark zusammenzementierte — 20-30 cm dicke Calcit­Bänke; und an der Seite der Spalte sind Tropfsteinbildungen zu beobachten. Das

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