Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 60. (Budapest 1968)
Pintér, L.: Revision der in Ungarn vorkommenden Arten der Gattung Acicula Hartmann. 1821
Merkmalen sind unsicher, und sind bereits bei den Abbildungen von NEGREA nicht eindeutig nachzuweisen. Bei raeinen Untersuchungen hatte ich keine von A. NEGREA bestimmten Exemplare zur Verfügung. Das untersuchte Material stammt aus Ungarn (Mecsek-G ebirge und Anschwemmung des Maros, aus Siebenbürgen herabgespült). Es wurde festgestellt, dass es in beiden Fällen um solche Populationen handelt, wo beide Formen gemeinsam leben. Das Problem ist nun zweifach: ist die Form mit „Nackenwulst dicht am Mundsaum" (wie sie A. NEGREA meint) die RossMÄssLERsche Pupula lineata var. banatica, und kann die A. oltenica als eine selbstständige Art betrachtet werden, oder nicht. Weder aus der Beschreibung von ROSSMASSLER (1842), noch aus seinen Abbildungen stellt es sich heraus, wo bei seinem Exemplar eigentlich die Nackenwulst liegt. 50 Jahre später bildet W. KOBELT (1894) die Art nochmals ab (Nackenwulst direkt am Mundsaum) ; er kennt aber das RossMÄssLERsche Exemplar nicht. In der späteren Literatur kommt es mir sehr seltsam vor, dass A. WAGNER (in STURANY & WAGNER, 1915) eine Unterart ( Acme banatica leptocheila, aus Bosnien) beschreibt, ohne zu erwähnen, dass die neue Unterart auch in der Stellung der Nackenwulst von der „typischen" Form (sensu NEGREA) abweicht: „Gehäuse grösser als bei der typischen Form des Banats, der Kingwulst am Mundsaume schwächer, häufig obsolet." Die Abbildung, die der Beschreibung beiliegt, hebt aber klar hervor, dass es zwischen dem Mundsaum und der Nackenwulst eine schmale Rinne gibt, wie bei der A. oltenica. Daher ist es wahrscheinlich, dass trotz der Grösse der Schalen der WAGNERsche Name die Priorität hat. Es soll noch die Meinung von L. Soós erwähnt werden. Auf Grund eines reichen Materials aus dem ganzen Verbreitungsareal konnte er schreiben: „Hinter dem Mundsaum liegt eine scharf begrenzte Nackenwulst, vor ihr der Rand gut unterscheidbar." (Soós, 1943, 1957). Das wäre also, seiner Meinung nach, die typische Form. Abb. 1-2. Acicula perpusilla (REINH.). — Abb. 3 — 4. A. polita (HARTM.) Ob wir hier mit zwei Arten zu tun haben oder nicht, soll, wie folgt, erörtert werden. In allen ungarischen Populationen, worunter auch die aus Siebenbürgen herabgespülten Schalen mitverstanden sind, fand ich beide Formen auf derselben Fundstelle. Obwohl die Publikationen von A. NEGREA keinen Überblick von der Verbreitung der A. banatica in Siebenbürgen gewähren, kann es ruhig behauptet werden, dass das Areal beider Formen identisch ist. Die Tatsache, dass zwei unterscheidbare Tiere beieinander, am selben Biotop leben, lässt uns darauf schliessen, dass beide Formen selbständige Arten darstellen. Aus den Untersuchungen kam es aber zum Vorschein, dass sie nicht nur durch die übrigen Schalenmerkmale miteinander verbunden sind, sondern auch die Stellung der Nackenwulst viele Übergänge haben kann. Es kommt vor, dass die Nackenwulst am Aussenrand dicht am Mundsaum l iegt, und am Basalund Spindelteil in einiger Entfernung hinter dem Saum.