Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 58. (Budapest 1966)

Kaszab, Z.: Ergebnisse der zoologischen Forschungen von Dr. Z. Kaszab in der Mongolei 69. Reisebericht der III. Expedition

Somon Erdenezagan, und dann von dort gerande in nördlicher Richtung noch etwa 15 km weiter, wo wir dann bereits unter sicheren Umständen unser XI. Lager bezie­hen konnten. Wir schlugen bei voller Finsternis unser Lager auf einer flachen, aus­gebrannten Federgrassteppe auf. Das Sammeln bei Lamplicht in der Nacht brachte • einen schwachen Erfolg, obwohl mengenmässig ziemlich viele Insekten das Licht anflogen (Hymenoptera: 10, Diptera: 74, Lepidoptera: 352,Rhynchota: 8 Exempl.). — Am nächsten Tag kötscherte ich in der Umgebung des Lagerplatzes vom trockenen Gras und sammelte einzeln aus den aufgestellten Kadaverfallen (Collembola: 68,. Thysanoptera: 184, Coleoptera: 60, Hymenoptera: 22, Diptera: 1, Lepidoptera: 1, Rhynchota: 48, Araneae: 3 Exempl.). Am 9. August fuhren wir weiter nach dem Norden, und ich versuchte, im kühlen, feuchten und windigen Wetter an ein-zwei Stellen zu kötschern und sammelte am Ufer eines salzigen Sees die ripikole Fauna. Dabei begann ein Regen, den wir dann auf einer 100 km weiten Fahrt nicht loswerden konnten. Auf unserem vorgesehenen La­gerplatz konnten wir unser Zelt nicht aufschlagen und mussten die Gaststätte Somon Matad in Anspruch nehmen. In dieser Weise konnte ich in der Nacht kein Material sammeln. Dementsprechend war das Ergebnis auch gering (Thysanoptera: 15,. Coleoptera: 282, Hymenoptera: 183, Neuroptera: 11, Diptera: 129, Rhynchota: 78,. Insekten-Larve: 1 Exempl.). Am 10. August fuhren wir in östlicher Richtung gegen Tamzagbulag und hatten dabei viele Schwierigkeiten auf den aufgeweichten Strassen, hauptsächlich in den abflusslosen Becken. Stellenweise war es ein ausgesprochenes Wagnis, mit einem Kraft­fahrzeug die Fahrt zu unternehmen. Der Regen wollte kein Ende nehmen, und auch Tamzagbulag wurde bei starkem Regen erreicht. Hier quartierten wir uns in einem seit dem II. Weltkrieg verlassenen Gebäude ein. Trotz des Regens sammelte ich ein­zeln in der Umgebung, hauptsächlich unter Steinen und trockenem Mist. Am nächsten Tag, als der Regen bereits aufhörte, kötscherte ich auf der frischen Federgras-Steppe, dann in der weiteren Umgebung auf einer blühenden AlUum-Steppe mit gutem Erfolg (Orthoptera: 6, Thysanoptera: 201, Coleoptera: 586, Hymenoptera: 127, Neuroptera: 17, Diptera: 378, Trichoptera: 3,1/epidoptera: 1, Rhynchota: 63, Opiliones: 2, Araneae: 110 Exempl.). Am 11. August war das nächste Ziel unserer Reise, Bujr nur, ein gewaltiger Süsswasser-See, wo wir auf dem südwestlichen, mit Sandhügeln umgebenen Ufer, in der Nähe des Wassers unser XII. Lager aufschlugen. Hier sammelte ich in einem klei­neren Regenwasser-Tümpel einzeln mit Wassernetz, dann grub ich zwischen Pflanzen­wurzeln in den Sandhügeln Insekten heraus, kötscherte auf der spärlichen Vegetation, sammelte einzeln mit Schmetterlingsnetz, siebte den an das Wasserufer getriebenen Detritus ab, stellte Kadaverfallen auf usw. (Odonata: 3 Ephemer optera: 1, Dermato­ptera: 23, Coleoptera: 406, Hymenoptera: 5, Diptera: 122, Rhynchota: 147, Insekten­Larven: 2, Opiliones: 1, Araneae: 2, Amphibia,: 1 Exempl.). Am 12. August erreichten wir in nord-nord östlicher Richtung den Fluss Chal­chin gol bei der Siedlung Chalchingol und fuhren mit dem örtlichen Begleiter in der Grenzzone am linken Ufer des Flusses etwa 80 km bis zum Erreichen der Lösshügel von Chamardavaa ul bzw. das neben dem Fluss liegende sandige Gebiet. Auf der Ebene schlugen wir zwischen Sandhügeln unser XIII. Lager auf. Während der Fahrt sam­melte ich aus dem Auto mit dem Schmetterlingsnetz viele Insekten, die in der Luft herumflogen oder durch das Auto aufgescheucht wurden (Odonata: 6, Orthoptera: 32, Coleoptera: 3. Hymenoptera: 25, Diptera: 252, Lepidoptera: 2 Exempl.). — Wir ka­men bei der Abenddämmerung an unserem Lagerplatz an. und deshalb konnte ich dort nur bei Lampenlicht sammeln. Dieses Sammeln während der Nacht war zwar

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