Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Oberlutetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Gebirge
Arten charakterisierbare Zone ein, stellenweise mit Mollusken von gesteinsbildender Masse. Als Endglied der unteren marinen Ablagerungen vertreten die in gesteinsbildender Menge auftretenden Korallen. Diese Zone entspricht eigentlich der Orbiío/iíes-führenden Zone, mit der Anmerkung, dass das Vorhandensein der Korallen, laut der bisherigen Erfahrungen, immer ständig und stratigraphisch kennzeichnend ist. In der Korallenzone sind neben einsamen Korallen auch die Riffkorallen in bedeutender Menge vertreten, die Bryozoen kommen nur in untergeordneter Zahl vor. Die untere Schichtgruppe enthält die jüngeren, schon marinen Formen der „fornaer Fauna". Die oben angeführten Zonen der unteren marinen Serie sind in beiden Faziesgebieten und in allen drei Becken klar nachfolgbar und gut identifizierbar. Der Hauptunterschied zwischen den, im vorherigen erörterten unteren marinen Serie und den folgenden oberen marinen Beihe liegt darin, dass gegenüber der letzteren die unbedeutende Menge und stellenweise das völlige Fehlen der Nummuliten charakteristisch ist. Die oberen marinen Schichten können mit der Dominanz der Nummuliten und Discocycliniden gekennzeichnet werden. Die Verteilung der Arten dieser Faunengruppen weisen in der Relation Iszkaszentgyörgy, Baiinka und Dudar viele Ähnlichkeiten auf, es kann sogar eine gewisse Zonalität in den gegenseitigen Verhältnissen der einzelnen Arten behauptet werden (siehe Tabelle 4). Die am meisten bezeichnenden Grossforaminiferen der oberen marinen Schichten sind N. perforatus typus, N. brongniarti, in der hier nicht erörterten litoralen Zone N. puschi (als Stellvertreter der Art N. brongniarti), weiter N. striatus und N. millecaput. Seltenere Arten sind die folgenden; N. variolarius, N. cf. incrassatus, N. discorbinus, N. garnieri und eine noch nicht beschriebene, charakteristisch gestreifte Art, Bezüglich der vertikalen Verbreitung der einzelnen Arten innerhalb der Schichtserie, soll behauptet werden, dass die Arten A T . brongniarti, N. puschi, N. perforatus typus und N. discorbinus an der Basis der Schichtreihe, meist zwischen engen vertikalen Grenzen, in 15—20 m mächtigen Schichten vertreten sind. Eine Ausnahme bildet das von Iszkaszentgyörgy angegebene Grundprofil (Bohrung Nr. M BF l.) } in welchem diese Zone 100 m mächtig ist. Bezüglich der Mächtigkeit der Schichten mit N. perforatus und N. brongniarti, kann konstatiert werden, dass diese in östlicher Richtung zunehmen. N. variolarius, N. cf. incrassatus und N. garnieri sind dagegen ausschliesslich auf den oberen Teil des Komplexes kennzeichnend, jedoch noch immer mit N. millecaput vergesellschaftet. Übrigens finden sich N. striatus und N. millecaput in der ganzen Schichtserie. Die Vertreter der Familie Discocyclinidae sind allgemein in tonigen, mergeligen, seltener in kalkartigen Ablagerungen gesteinsbildend. Ihre Rolle vermindert sich auf die Basis des Komplexes zu allmählich. In der ganzen Schichtserie finden sich und dominieren dieselbe Arten. Dominante Arten sind : Discocyclina sella, D. pratti y D. variáns. Seltener sind die folgenden; D. aspera, D. nummulitica. D. fortisi und gewisse Actioncyclinen, bzw. Asterocyclinen-Arten. Die zahlenmässige Verteilung der Arten, binnen der einzelnen Schichten, ist sehr verschieden, die Formen B von grösserer Gestalt sind zu der küstennahen, die kleineren Formen A zur Beckenregion der ruhigen pelitischen Zonen gebunden und sind in dieser Hinsicht gesteinsbildend. Die stratigraphische Lage des Schichtenkomplexes betrachtend, kann festgestellt werden, dass die Schichten mit N. brongniarti, N. perforatus typus, N. striatus und N. discorbinus am bedeutendsten zu sein scheinen. Mit derselben Fauna charakteri-