Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 56. (Budapest 1964)
Bondor, L.: Die mineralogisch-petrographische Untersuchung der Bohrung in der Ziegelei von Eger
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 56. PARS MINERALOGICA ET PALAEONTOLOGICA 1964. Die mineralogisch-petrographische Untersuchung der Bohrung in der Ziegelei von Eger Von LIVIA BONDOR, Budapest Das gegenseitige Verhältnis der Lage der im Tonbruch der Windt' sehen Ziegelei in Eger erschlossenen aquitanischen Schichten und eines in der Nähe liegenden, als Rupeli erachteten glaukonitischen Sandsteinausbisses war nicht bekannt. Zur Klärung dieser Frage wurde im Jahre 1961 eine Bohrung ausgeführt. Die Bohrung im Tonbruch erfüllte den Zweck, es wurde unter den Tonschichten glaukonitischer Sandstein und unter diesem rupelischer Ton erschlossen. Während dem Verarbeiten der Proben ergab sich die Notwendigkeit der mineralogisch-petrographischen Untersuchung ausser den stratigraphischen Untersuchungen. Die Bohrung lief vollends durch zerklüftetes Sedimentgestein. Ton, sandiger Ton, lehmiges Steinmehl folgen abwechselnd mit allmählichem Übergang und geringem Kalkgehalt. Nur etwa 0,2% des Gesteins haben eine Korngrösse von 0,1—0,2 mm und innerhalb dieser Grössenordnung sind blos 2—7% der Schwermineralien trümmeriger Ursprunges. Aus einer so geringen Mineralienmenge kann man höchstens auf magmatischen oder metamorphen Charakter des Denudations-Gebietes schliessen, aber eine engere Begrenzung nach Tiefe oder Basizität ist unmöglich. Mikromineralogisch wurden folgende Proben untersucht: Probe Nr. 39. aus 20,80-21,10 m Probe Nr. 48. aus 23,60 - 23,90 m Probe Nr. 55. aus 28,60-29,50 m Probe Nr. 77. aus 39,50-40,10 m Probe Nr. 83. aus 44,20-44,80 m Probe Nr. 99. aus 52,40-52,90 m Probe Nr. 113. aus 62,30-63,30 m Probe Nr. 126. aus 73,10-73,60 m Probe Nr. 39: Oberes Oligozän, tuffiges, glaukonitisches Gesteinmehl. Der Schlämmrückstand ist gering, besteht hauptsächlich aus Glaukonit (85% Glaukonit), ausserdem sind Magnetit, Feldspat, Quarz, in den grösseren Körnern lebhaft grüne Amphibole und wenig Biotit vorhanden. Der Magnetit ist oktaädrisch, aber oft verzerrt. Die hexagonalen Biotitplättchen enthalten früher kristallisierte kleine Feldspateinschlüsse, nach deren Herausfallen im Biotit kleine Löcher zurückblieben. Im Gebiet der Grössenordnung 0,1 - 0,2 mm herrscht von den Schwermineralien der Glaukonit vor. Der Biotit, der braune und grüne Amphibol stammen von Tuffverstreuung. In jeder Probe sind mit 1-2 Kristallen Zirkon und daneben Chlorit, Staurolith und Granat vertreten. Rutil war nur in dieser Probe vorhanden. Pyrit ist verhältnsmässig wenig.