Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

58 G. SZILÁGYI — CZIFFERY tere münden. Die heute in Japan lebende Art Cinnamomum peduneulatum NESS (Cinnamomum japonicum SIEB.) ist mit der beschriebenen Art verwandt. Die Art Cinnamomum scheuchzeri HEER ist. was das Vorkommen betrifft, der Art Cinnamomum polijmorplium A. BR. ähnlich. Im allgemeinem können sie fossil zusammen vorgefunden werden, wobei auch das Verbreitungsgebiet der heute lebenden verwandten Arten übereinstimmt (STAUB: Die Geschichte des Genus Cinnamomum, 1905). ihre Blätter sind soweit typische Formen unter­sucht werden, gut von einander unterscheidbar, wo jedoch diese Merkniale nicht genügend scharf hervortreten, ist die spezifische Bestimmung unsicher. HEER stellt in der schweizer Flora einen sehr schönen Zweig dar (HEER: Fl. tert. Helv., II. 1856, p. 89. T. XCIII, f. 26.) Cinnamomum sp. — Vom Fundort Parassapuszta liegen auch derartig unvollständige Exemplare vor, dass zwar die dreifache Aderung erkennbar, aber eine artenmässige Bestimmung unmöglich ist. Populus cfr. deltoides MARSH. — (Tafel I, Fig. 3, 5.) — Auf dem Fundort wurden mehrere unvollständige Blattreste samt ihrem Gegendruck vorgefun­den, auf welchen die Eigenheiten von Populus festgestellt werden konnten. Sie wurden mit den bisher fossil beschriebenen Arten verglichen, stimmen je­doch mit keiner von diesen überein. Unter den heute lebenden Arten steht sie noch der Art Populus deltoides MARSH, am nächsten. Unter den Herbar­exemplaren sind auch solche vorhanden, die mit den fossilen Blättern sozusagen vollkommen übereinstimmen. Das Blatt ist seicht und wellig gezähnt, am Grund abgerundet und ziemlich lang gesteilt. Die Form des Blattes ist ein abgerunde­tes Deltoid, worauf bereits der Name hinweist. Das Blatt ist in eine lange Spitze ausgezogen, an der Spitze jedoch stumpf. Die Aderung ist vollkommen fiederig, und kamptodrom. Das unterste primäre Seitenaderpaar entspringt dem Blatt­grund und verläft auf einer Strecke im Grossen und Ganzen parallel zum Blatt­rand. Die Tertiärnerven verlaufen ziemlich dicht und mehr oder weniger parallel zu einander um die Mitte des Blattes senkrecht zur Hauptader, und gegen die beiden Blattränder zu etwas abfallend. Die Abdrücke stammen von grossen, und breiten Blättern. Das eine Blatt war etwa 12 cm lang und 9 cm breit, oder vielleicht noch grösser. Zufolge der unvollständigen Erhaltung konnte nur soviel festgestellt werden, dass es der Art Populus deltoides MABSH. am nächsten steht, und deshalb auch mit dieser in Beziehung gebracht wird. Populus sp. — (Abb. -4.) — Ein sehr schlecht erhaltenes Blatt fragment des wahrscheinlich zur Gattung Populus gezählt werden kann. Es gehört keines­wegs zur vorgehenden Populus Art. Die Aderung ist kraspedodrom. Ulmus plurincrvia UNG. — Chloris protog. 1847, p. 95, T. XXV. f. 1 —4. - Kov., Arl). UNG. Geol. Ges., 1853, p. 26. T. IV. f. 8-15, - Ein Blattfrag­ment mit paraleller Aderung, doppelt gesägtem Rand, einigermassen nach vorn gebogenen Adern, weshalb es nicht zur Gattung Carpinus gehören kann, sondern zweifellos ein Ulmus-B\att darstellt. Seine Angehörigkeit zur oben erwähnten Art ist ungewiss. Monocotyledonae. — Im Material befinden sich auch Monocotylenreste die zu den Cyperaceen gehören. Z u s a m m enf ass u n g: Der kleinen Artenzahl zufolge kann das Bild der Florengemeinschafl nur ziemlich schwer rekonstruiert werden. — Unter den Fossilien sind die Cinnamomum-Blätter mit den meisten Exemplaren vertreten, es folgen Populus cfr. deltoides MARSH und Glijptostrobus europaeus. Aus der Gattung Ulmus liegt nur ein einziges Blattfragmenrt vor. Glijptostrobus und Populus ver-

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