Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

56 G. SZILÁGYI — CZIFFERY sarmatisch betrachtet. In Ungarn ist einstweilen ein dieser Art angehörendes Blatt aus dem Tal Fertővölgy bei Eger bekannt, dass wahrscheinlich aus ober­helvetischen Schichten stammt. Aus dem Sarmat Ungarns ist diese Blattform wenigstens bis jetzt noch nicht zum Vorschein gekommen. Sapindus falcifolius A. BR. — Stizenberg. Verz., 1851. p. 87. — HEER, FL. tert. Hei v., III, 1859, p. 61. T. CXIX, CXX, f. 2-8. T. CXXI, f. 1, 2. ­Sapidus erdobenyensis Kov., Arb. geol. Ges, f. Ungarn, 1, 1856, p. 32, T. VII, f. 4, 5. T. XLVII. f. 3 —4. — Sapindus hazslinszkyi ETT., FOSS . fl. v. Tokaja 1853, p. 33, T. IV, f. 2. — Das Blatt ist länglich, lanzettlich, gegen die Spitze zu verschmälernd und stark asymmetrisch. Die heute lebende verwandte Art Sapindus marginatus WILLD., kommt im Süden Nordamerikas vor, bedingt subtropisches Klima und ertägt die Trockenheit gut. Ein Exemplai ist in unse­rer Sammlung vorhanden. Sapindussp. —(Abb. 5.) - Eine sehr gut erhaltene Frucht weist auf die Gattung Sapindus hin. Die Frucht ist mit dem das Nüsschen umgebenden Rand zusam­men 6 mm lang, 4 mm breit, ellyptisch und am Grunde verschmälernd. Da im Fossilenmaterial auch das Blättchen von Sapindus falcifolius A. BR. vorkommt, so gehört diese Frucht wahrscheinlich zu dieser Art. Auf den Abbildungen HEERS sind die Früchte dieser Art (HEER: Fl. tert. Helv., III, 1959, T. CXXI, f. 2.) unseren Früchten ziemlich ähnlich, nur etwas grösser. Acer sp. fructus. — Ein verschwommener unvollständiger Abdruck, von welchem der das Nüsschen enthaltende Teil der Halbfrucht unbeschädigt vorliegt. Lediglich die Flügelspitze fehlt. Es scheint zweifellos die Frucht einer Ahornart zu sein. Z u s a m m enfassun g: diese 14 Restlypen sind zu einer Rekonstruktion der damaligen Flora nicht geeignet. Trotzdem geben sie uns gewisse Hinweise hinsichtlich des Alters und der Umweltverhältnisse der damaligen Flora. Wie bereits eingangs erwähnt, weisen einige ältere Arten darauf hin, dass die Flora älter als das Sarmat ist, obwohl die meisten Arten aucli in dem vorkommen. Bei einer Einreihung in das unterste Sarmat, das heisst in die Florengruppe von Erdőbénye, würde uns jedoch die Anomalie widerfahren, dass während aus jener Florengruppe zahlreiche Reste zur Verfügung stehen, die Gattung Cinua­momum fehlt, wobei die Flora von Sajómerese dagegen die Reste zweier Blätter dieser Gattung enthält. In dieser Weise kommt am ehesten die tortonische Stufe in Betracht, welche wie bereits erwähnt, die Glanzzeit von Podogonium knorii ist, wobei auch diese Art ein charakteristisches Glied der Flora von Sajómercse darstellt. Die kleine Form der Blätter geht bereits aus den mitgeteilten Massen hervor, und wird bei einer sorgfältigen Untersuchung der Beste sogar sehr auffallend. Das einzige grössere Blatt ist (las von Terminalia radobojensis UNG. Diese, sowie die Alnus Arten sind jedoch Ripikole Gattungen. Das Blatt von Ficus sp. ist gleichfalls mittelgross. All dies weist eindeutig auf ein niederschlagarmes Klima. Die wärmeliebenden Elemente wie z. B. Callitrites , Cinnamomum , Ficus , Termi­nalia und Leguminosae weisen hingegen auf ein warm-gemässigtes, oder noch eher subtropisches Klima hin. Dabei bestätigen die Arten Callitrites und Cinnamomum , dass grössere Ex­treme, so wie z. B. grössere sommerliche Dürre und Hitze, sowie strengere Winter­kälten nicht vorherrschend waren. Das Klima konnte dem Klima des heutigen Makaronesiens nahe gestanden sein. Fs wurde bereits festgestellt, dass in der tortonischen Stufe ein derartiges Klima herrschte mit ziemlich mildem und feuchterem Winter und niederschlags­armen, jedoch zufolge der hohen Luftfeuchtigkeit mässig trockenem nicht allzu heissem Sommer.

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