Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns
54 G. SZILÁGYI — CZIFFERY Abb. 1. Terminaliu radoboiensis UNG . Fundort: Sajómercse, Tal Körtésvölgy, Torton (auf die Hälfte verkleinert). Abb. 2. Ficus sp. I. Fundort: Sajómercse, Tal Körtés-völgy, Torton. — Abb. 3. Ficus sp. I. Fundort Sajómercse, Tal Körtés-völgy, Torton. —4. Populus sp. Fundort: Parasapuszta, Torton. Abb. 5. Sapindus sp. Fundort: Sajómercse, Tal Körtés-völgy, Torton. (In zweifacher Vergrösserung). Die Form und Aderung stimmt mit denen der bisher fossil beschriebenen Ficus Arten nicht überein. Mit der aus den ober-oligozänen Schichten der Windscher Ziegelfabrik beschriebenen Ficus agriensis ANDREÁNSZKY zeigt die Art noch die grösste Änlichkeit. Die Form und die Dreiaderigkeit stimmten auch darin überein, dass die aus der Basis ausgehenden Seitenadern ziemlich schwach entwickelt sind, während bei den Ficus Arten soweit diese dreiaderig sind, die beiden basalen Seitenadern beinahe die Stärke der Hauptader aufweisen. Zufolge ihres fragmentären Zustandes kann sie jedoch weder als eine neue Art beschrieben noch ihre Identität mit der aus der Windschen Ziegelfabrik eingebrachten Art festgestellt werden und wird deshalb nur als Ficus sp. angeführt. Ulmus plurinervia UNG. — Chlor, protog., 1847. p. 95. T. XIV. f. 1 — 4. Kov. Arb. geolog. Ges. f. Ungarn, 1, 1856. p. 26. T. IV. f. 8—15. — Ein sehr schönes und gut erhaltenes kleines Blatt weist auf diese Art. Es ist 2 cm lang und an der breitesten Stelle 1,7 cm breit. Die doppelte Zahnung ist am Blattrand gut sichtbar. Die Blattform ist rundlich-länglich über dem Grund stark verbreitert und assy metrisch. Die 8 — 9 primären Seitenadern laufen in die Zähne und schliessen mit der Hauptader einen Winkel von etwa 40—50° ein. Diese Blätter stehen der heutigen Ulmus alata MICHX. am nächsten. IN der sarmat ischen Flora von Erdőbénye spielte diese Art in der Vegetation eine ziemlich grosse Bolle, kommt dabei jedoch auch in anderen sarmatischen Floren ziemlich oft und in grossen Mengen vor. In den oligozänen Floren ist sie selten, und nur aus der oberen Schicht der Windschen Ziegelfabrik bei Eger sind ihr ähnliche Blätter bekannt. Zclkova ungeri Kov. — Jahrb. geol. Reichsanst., 1851, p. 178. et Arb. geol. Ges. f. Ungarn, 1856, T. V, T. VI, f. 1 — 6. — Aus dem Tal Körtésvölgy bei Sajómercse kamen mehrere Zelkova ungeri Kov. Blätter zum Vorschein. Die hier gefundenen Blätter sind ziemlich klein und haben eine längliche und schmale Form. Die Blätter sind in ihrer Mitte am breitesten und verschmälern sich der Spitze zu allmählich. Ihre Länge schwankt zwischen 3—4 cm. die Breite erreicht