Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNG AR ICI Tomus 55. PARS MINER A LOGIC A ET PALAEONTOLOGICA 1963. Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns Von G. SZILÁGYI—CZIFFERY, Rudapest I. Tort oui sehe Flora bei Sajómerese Der Fundort Sajómerese wurde in 1953 von MÁRTON ROZSNYÓI aufgeschlos­sen. Der Museologe M. ROZSNYÓI war damals als der Leiter des Museunis von Ózd tätig und suchte von hier aus die einzelnen Fundorte auf. Das Material wurde später in das „Hermann Ottó" Museum zu Miskolc gebracht, und teil­weise dort von GÁBOR ANDREÁNSZKY an Ort und Stelle bestimmt, teilweise zwecks Bearbeitung in die Pflanzensammlung des Naturwissenschaftlichen Museums überführt Die Pflanzenreste enthaltenden Schichten wurden im Tal Körtés freigelegt. MÁRTON ROZSNYÓI gibt darüber in folgenden eine ausführliche Beschreibung. In südwestlicher Richtung von Sajómerese zweigt am Ende des Dorfes ein Feldweg in westlicher Richtung von der Landstrasse ab. Südlich des Feldweges etwa 400 m von der Abzweigung entfernt liegt ein gewaltiger sich ständig ver­tiefender Wasserriss und etwa in der Mitte am Grunde des Grabens der Fundort. Hier kann eine mit bläulich-grauem tonigem Sand vermischte Schicht vor­gefunden werden. Die in folgenden anzuführenden Pflanzenreste können ohne Zweifel in das mittlere Miozän, wahrscheinlich in die oberste Stufe des Tortons eingereiht werden. Es war nämlich ziemlich lange fraglich, ob sie nicht zum Unter­sarmat gehören, jedoch die Blattreste von Terminalia, Ficus und mehrere Legu­minosenblättchen verleihen dem Material eine ältere Tönung, was auch den Anlass gab, die Tortonstufe als wahrscheinlich anzunehmen. MÁRTON ROZSNYÓI sammelte auch im Jahre 1961. neues Material von Sajó­merese und zwar von den Fundorten Almás-oldalkővágó und „upponyi ut", wobei jedoch dieses Material mit den Resten vom Fundort Körtésvölgy keineswegs aus derselben Zeit herstammen kann. Diese Pflanzen sind in Tuff oder Tuffit einge­bettet. Das ganze Material erscheint viel jünger und gehört ohne Zweifel in die sarmatische Zeit. Das Material aus Körtésvölgy ist ziemlich gut erhalten nur sehr unvollstän­dig. An der verhältnismässig geringen Anzahl von 17 eingesammelten Stücken konnten die Abdrücke verhältnissmässig vieler, weiter unten angeführter Arten festgestellt werden. Callitrites brongniarti ENDL. — Synops. Conif., 1847, p. 274. — Von dieser Art wurde ein sehr unvollständiger, jedoch genau bestimmbarer Rest, und zwar der Abdruck eines Zweigstückchens gefunden werden, am welchen ein Nodus und ein Schuppenblattpaar sichtbar sind. Das Rlattpaar ist gegenständig wor­aus unzweifelhaft fesgestellt werden kann, dass es in die Familie der Cupressaceen gehört. Die Callitrites — Triebe sind den Trieben von Libocedrus gewissermassen ähnlich, so dass es zufolge der schlechten Erhaltung des Refundes von letzteren nicht genau unterschieden werden kann. Unter dem Namen Callitrites brongniarti ENDL. beschreibt KOVÁCS (Arb. geol. Ges. für Ungarn, I, 1856, p. 17, T. I. f. 6.) 4 *

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