Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns II.

40 G. ANDREÁNSZKY Da wir diesen Fundort nur fragmentarisch kennen, das aucli aus der Armut der Liste zu entnehmen ist, können wir zur Zeit die genaue Stratigraphie des Fundortes nicht ermitteln. Auch die einzelnen, aus verschiedenem Gestein bestehenden Schichten können floristisch nicht unterschieden werden. Vorläufig zeigt sich im Pflanzeninhalt der Schichten kein nennenswerter Altersunterschied. Alles spricht dafür, dass wir einen Fundort aus den Sandsteinfloren vor uns haben. Die grosse Anzahl der Platanenreste und auch die Häufigkeit der Amber­baumblätter zeigt auf einen gut entwickelten Auenwald der in erster Linie aus diesen zwei Riesenbäumen bestand. Neben dem Auenwald sind Reste eines sommergrünen mesophilen Waldes vorhanden. Eine Besonderheit der Flora bedeuten die Blättchen des Monopleurophyllum hungaricum ANDREÁNSZKY die von jenen aus Balaton-Déllő in einem gewissen Grad abweichen. Die Lappen sind nämlich feingezahnt. Die Untersuchung über den taxonomischen Wert dieses Unterschiedes ist im Gange. Fundort liükkmogyorósd. Brunnen im Dorf und pflanzen­fiihrende Schieilten im Wasserriss Baglyasgödör Im dorf Bükkmogyorósd in der Gasse Ady Endre-utea wurde ein Brunnen gegraben und bei den Arbeiten eine Sandsteinbank durchquert Die Sandstein­stücke enthalten in grosser Menge Pflanzenabdrücke. Diese Gesteinstücke wurden teilweise in der Gasse verstreut. M. ROZSNYÓI sammelte sie ein und schürfte dann in der Umgebung nach derselben pflanzenführenden Schicht. Er fand tatsächlich eine solche in der Runsc Baglyasgödör etwa 500 m in südwestlicher Richtung vom Dorf. Aus dem Pflanzenmaterial dieser Fundorte konnten folgende Arten bestimmt werden (Brunnen = Br; Baglyasgödör = Ba): Plalanus aceroides GOEPP. Br. 14; Alnus crebrinervis É. KOVÁCS Br 1; Corylus cf. avellana L. Br 1; Carpinus grandis UNG. Br. 1: Carpinus sp. Br 1; Pterocarya dcnliculata (O. WEB.) HEER Br 1, Ba 1; Populus sp. Br 1; Ulmus longifolia UNG. Br 2, Ba 1; Ulmus plurinerviaUNG. Ba 2; Ulmus orbicularis ANDR. & CZIFF. n. sp. Ba 1 ; Monocotijlcdoneae sp. Br 3. * Wie es aus der Liste zu ersehen ist, weicht der Pflanzeninhalt der Schichten des Brunnens von jener des Baglyasgödör entschieden ab. Auch ist das Gestein des Brunnens ein Sandstein, jenes des Baglyasgödör ein sandiger Ton. Wir sind daher der Meinung, dass es sicli um verschiedene Schichten handelt, deren Alter aber nur in einem geringen Grad abweicht. Die armselige Artenliste ist dazu natürlich nicht geeignet, diese Frage endgültig lösen zu können. Vorläufig teilen wir diese Floren in die Sandsteinfloren ein. Dédestapolcsány, Fundort Mocsolyamal Der Fundort liegt auf einem kahlen Hügelabhang östlich des Dorfes aber ganz nahe zu den letzten Häusern. Das pflanzenführende Gestein ist sehr brüchig und es kommen selten unversehrte Abdrücke in die Sammlung. Bisher wurde nur an der Oberfläche gesammelt. Es besteht die Hoffnung, dass in grösserer Tiefe auch besser erhaltene Abdrücke erhalten werden. Unweit dieses Fundortes liegt der schon längere Zeit bekannte Fundort Dalabuka, der aber nur ab und zu Abdrücke liefert, da die eigentliche pflanzen­führende Schicht bisher noch nicht gefunden wurde. Die eingesammelten Reste lagen auf Ackerfeldern. Da die Abdrücke*des neuen Fundortes Mocsolyamál in

Next

/
Oldalképek
Tartalom