Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Tokody, L.: Mineralien des Kopaszhegy bei Tállya im Tokajer Gebirge

MINERALIEN DES KOPASZHEGY BEI TÁLLYA 19 dem von verschiedenen Autoren untersuchten Vorkommen und den Eigenschaf­ten des Minerals, weiterhin auch mit den Eigenschaften des Ungvárits. Sie beschrieben die mineralogischen und chemischen Angaben des an den obigen zwei Vorkommen gefundenen Ungvárits. Die Farbe des in Tállya gefundenen Chloropals ist zeisiggrün. Sein Nontro­nitmaterial ist bereits nurmehr teilweise vorhanden, da es sich in Opal umge­wandelt hat. Die Härte des Chloropals beträgt 3,5, sein spezifisches Gewicht 2,23. Die Umwandlung des Nontronits ist unter den Mikroskop gut sichtbar. Ein grosser Teil des Minerals hat sich in Opal umgewandelt. Der nicht umge­wandelte Nontronit ist mit gelblichgrüner—braunlichgrüner Farbe durchsich­tig. Seine Fasern bilden ein filzartiges Gefüge. n=l,54. Der optische Charakter ist negativ, ohne Pleochroismus. Die Brechzahlen des Nontronits sind nach den Untersuchungen von CHS. Ross und S. B. HENDRIKS—von dem F^Og-Gehalt abhängig. Nach ihren Angaben entspricht der Brechzahl des Nontronits von Tállya einem Fe 20 3-Gehalt von 6,61 — 8,68%, die chemische Analyse hat jedoch bedeutend mehr, d. h. 16.16% Fe 20 3 nachgewiesen. Die chemische Zusammensetzung des Chloropals von Tállya: sr0 2 71,31% Na..O 0,03% TiO, 0,06% K 2Ö 0,05% A1 20 3 0,91% Rao—110 C° 6,95% Fe 20 3 16,16% HlO-f-110 C° 3,86% FeO 0,11% P.,0 5 0,008% MnO 0,04% CO, nicht vorhanden 0,12% 10 0 988° CaO 0,98% IUU^ÖÖ o Analyse: G. C SAJÁGHY Der in der Analyse vorhandene grosse Si0 2-Prozentsatz kann mit der bedeutenden Umwandlung des Nontronits in Opal erklärt werden. Der Si0 2­Gehalt des Nontronits der verschiedenen Fundorte wechselt in weiten Grenzen. Das aus Nontron stammende Nontronit enthält 44,0% Si0 2 (19). LIFFA und CSAJÁGHY haben in dem Nontronit von Mád 41,23%, in dem Nontronit von Gönc hingegen 60,72% Si0 2 nachgewiesen. Die aus der DTA-Aufnahme des Chloropals von Ungvár (Ungvárit) erhaltene Kurve stimmt mit dem DTA­Diagram des Chloropals, Nontronits überein (16, p. 55, Fig. 43). Frau E. PÉCSI — DONÁTH hat das DTA-Diagramm des Chloropals, des Nontronits von Tállya aufgenommen. Dieses ist mit jenem dem des Chloropals (Ungvárits) von Ung­vár, eigentlich dem des Nontronits identisch. Die auch mit unbewaffnetem Auge sichtbaren Körnchen des aus dem Nontronit entstandenen Opals I sind bräunlichgelb, unter dem Mikroskop gelb­lich, manchmal in einzelnen Partien farblos, optische anomal doppelbrechend. An der Oberfläche bzw. in den Spalten des Opals kann Quarzin beobachtet werden. Die Quarzinfasern stehen auf die Wandung der Spalte senkrecht. Der optische Charakter ist positiv. Auf Grund dieser Eigenschaften können sie von den negativen Nontronitfasern unterschieden werden. Des übrigen sind die Nontronitfasern im Vergleich zu den Quarzinfasern feiner, dünner und länger. Das Verhältnis und die Entstehung des Opals II und des Quarzins wurden bei der Beschreibung des Opals eingehend erörtert. 2*

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