Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)
Csepreghy-Meznerics, I.: Das Problem des "Chatt"-Aquitans in wissenschaftgeschichtlicher Beleuchtung
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 54. PARS MINERALOGIC A ET PALAEONTOLOGICA 1962. Das Problem des „Chatf'-Aquitans in wissenschaftgeschichtlicher Beleuchtung Von I. GSEPREGHY —MEZNERICS, Budapest I. Die Rolle einiger charakteristischer Pectiniden in der Gliederung des Untermiozäns Auf Veranlassung von DR. ROGER untersuchte ich die Verbreitung sowie den stratigraphischen Wert von 3 Pectiniden, die an der Grenze Oligo—Miozän eine Rolle spielen, und zwar Chlamys rotundata, Ch. deleta und Pecten arcuatus. (Die ausführlichen Untersuchungsergebnisse wurden in den Präprinten der im September 1961 abgehaltenen Konferenz von Sabadell veröffentlicht.) Das Wesen dieser Studie besteht darin, dass die 3 in Rede stehenden Arten oder ihre nahe verwandten Formen in den viel umstrittenen ,, chattisch''-aquitanischen Schichten von Eger (teilweise auch von Törökbálint), vom Adour-Recken (Peyrère) und vom norditalienischen „Tongriano" (Carcare, Dego, Sassello) und auch im „Cattiano" (Trevigiano, Belluno) vorkommen. Eger Peyrère (Adour) Garcare, Dego, Sassello Identische Arten Ch. miocenicus P. arcuatus P. arcuatus Ch. deleta Ch. miocenicus P. arcuatus Ch. deleta Nahe verwandte Arten Ch. schréteri Ch. n. sp. Ch. susannae Ch. saccoi Ch. deleta Ch. oligopercostatus Ch. oligopercostatus Ch. deleta Diese überraschende Übereinstimmung der Fauna ist umso interessanter, als das Liegende in allen 3 Fundorten rupelisch ist und alle 3 Fundorte Miogypsinen und Lepidocyclinen führen. Eine jüngere Pectenfauna ist die burdigalische, auf Grund deren die Schichten der ostmediterranen und der atlantisch-meditarranen Provinz deutlich zu korrelieren sind. Im atlantischen Gebiet lassen sich aber die burdigalischen Bildungen auf Grund der Pectiniden und sonstigen Faunaelemente nicht vom „Aquitan" COSSMANN & PEYROTS trennen. Auch die Mikrofaunauntersuchungen sind auf Grund der jüngsten Bohrungen zu diesem Resultat gelangt (CARALP, JULIUS & VIGNEAUX, 1960, und darauf bezieht sich auch der Name Girundien).