Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)

Tokody, L.: Mauritzit ein selbständiges Mineral

Wenn man die DTA-Diagramme des Nontronits und Saponits von M. FÖLDVÁRI-VOGL (5) mit dem Diagramm des Mauritzits vergleicht, ist der wesentliche Unterschied augenfällig und widerspricht der Identität der drei Minerale. Vorstehend habe ich nur in knappen Zügen, in der Originalmitteilung aber ausführlich dargelegt, dass der Mauritzit im wesentlichen eine trioktaedrische Montmorillonoidstruktur, jedoch mit dem grundlegenden Unterschied aufweist, dass in der tetraedrischen Schicht Si 4+ gänzlich fehlt und seine Stelle grösser­enteils von H| + , kleinerenteils von Fe 3+ und Al 3+ besetzt wird. (Der Nontronit ist dioktaedrisch, der Saponit trioktaedrisch.) Auf der Röntgenaufnahme müssen neben den Linien des Mauritzits die Linien des Quarzins nicht unbedingt erscheinen. Der Quarzin ist ohnehin diffus, seine Linie um 4 Â kann mit dem bei 4,57 Â beginnenden Linienstreifen der Montmorillonoide verschmelzen. Rei der Aufnahme der Quarzin-Mauritzitröhre wird nähmlich auch die Quarzinröhre von dem am Mantel der Röhre sitzenden Mauritzit verschattet. Die vom zerpulverten Material gemachte Aufnahme war nicht besonders gelungen. Der schwarze Grund ist grösser, was ein Verschmelzen der schwachen Quarzinlinie mit ihr ermöglicht. Von der Tatsache dass der auf 200°C erhitzte und abgekühlte Mauritzit seine ursprüngliche Struktur wieder annimmt, hat uns die Röntgenaufnahme überzeugt. Das Vorstehende habe ich in kürzerer Form Herrn M. FYEISCHER mit­geteilt. Seine Antwort lässt sich folgendermassen zusammenfassen: Der Mau­ritzit entspicht nur dann einem zwischen Nontronit und Griffithit stehenden Montmorillonit, wenn das gefundene Si0 2 zum Mineral gehört. Es ist z. Z. unklar, warum die Linien der Si0 2-Modifikation nicht erscheinen, wenn das Mineral nahezu 39% Si0 2 enthält. Er schlägt neuere Untersuchungen vor. Wir haben durch unsere Untersuchungen nachgewiesen, dass der Mauritzit kein Si0 2 enthält,; damit fällt also dieser wesentliche Einwand von M. FLEI­SCHER weg. Die übrigen Eigenschaften des Mauritzits weichen von denen des Nontronits und Saponits sowie Griffithits ab. Nach alldem ist der Mauritzit als ein selbständiges Mineral anzusehen. Literatur: L TOKODY, L., MÁNDY, T. & NEMESNÉ VARGA, S.: Mauritzit, új ásvány Erdőbényéről (Ann. Hist.-nat. Mus. Nat. Hung., s. n., 8, 1957, p. 17—21). - 2. FLEISCHER, M. Discussion (Am. Min., 42, 1957, p. 407). — 3. FAUST, G. H.: Thermal analysis and X-ray studies of griff ithite (Journ. Wash. Acad. Sei., 45, 1955, p. 66 — 70). — 4. LARSEN, E. S. & STEIGER, G.: Dehydration and optical studies of alunogen, nontronite and griffithite (Am. Journ. Sei., 15, 1928, p. 1 —19). — 5. FÖLDVÁRI — VOGL, M. : The rule of differential thermal analysis in minéralogie and geological prospecting (Acta Geol., 5, 1958, p. 52—55, Plate XXIII).

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