Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)

John, H.: Neue afrikanische Discolomidae (Coleoptera)

ANNALES HISTORIGO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNG ARI Cl Tomus 54. PARS ZOOLOGICA 1962. Neue afrikanische Discolomidae (Coleoptera) Von H. JOHN, Rad Nauheim Eine Ausbeute von Dr. R. LENCZY aus Cameroun enthielt in wenigen Exemplaren auch Mitglieder der Gattung Aphanocephalus WOLL. (Discolomidae). Bisher sind aus dem tropischen Afrika 11 Spezies beschrieben worden, während der Hauptteil dieser Gattung, die bisher 85 Spezies zählt, auf den Inseln des Pazifik und seinen Randgebieten lebt, Amerika jedoch nicht erreicht. Aus Cameroun ist schon eine Spezies beschrieben worden: Aph. camerunensis J. (Arb. morph. tax. Ent., 9, 1942, p. 16). Die vorgelegten Exemplaren sind dieser Spezies sehr ähnlich, vor allem in ihrer sehr zarten Punktierung. Zu meiner Überraschung stellte sich heraus, dass zwei neue Spezies vorlagen, die ich nachstehend beschreibe. Aphanocephalus lenczyi spec. n. (Fig. 1) Schwarz, stark glänzend, scheinbar unbehaart. Das Pronotum hat eine sehr schmale Randleiste, die sich nur an den beiden Poren etwas verbreitert. Die Rasis ist median konvex, aber gegenüber dem Scutellum gerade. Die Punktie­rung ist sehr fein und stichartig eingesetzt. Die Elytren haben eine schmale aufgekippte Randleiste, die nach aussen abgerundet ist. Die 6 Porenöffnungen sind länglich und liegen oben auf der Leiste auf kleinen Verbreiterungen, zwischen denen die Leiste auch nach innen abgerundet ist. Der Discus der Elytren setzt dicht neben der Randleiste an, es bildet sich also keine Ein­schnürung oberhalb der Leiste. Die Punktierung der Oberfläche ist ebenso dicht, wie auf dem Pronotum, aber feiner und flacher eingesetzt; sie ist so zart, dass keine Unterschiede zwischen den Pseudoporen und den Haarpunkten zu erken­nen sind. Die Rehaarung des Pronotums ist etwa doppelt so lang, wie der Durch­messer der Haarpunkte, dunkel und von äusserster Zartheit. Die Haare der Elytren sind noch kürzer, und beide sind nur bei starker Vergrösserung im Seitenlicht zu sehen. Die dreieckige Fühlerkeule ist vorn quer abgeschnitten und im oberen Drittel abgeschnürt. Der Penis hat, seitlich betrachtet, eine winklig gebogene Basis und am distalen Ende ein schildartig abgesetztes lang­gezogenes Dreieck, an das sich die breit abgerundete Spitze anschliesst. Ventral gesehen ist der Penis in der Mitte bauchig erweitert, und die Basis der innen liegenden Peniszunge ist gespalten. Von oben her gesehen erscheint der dorsale Ausschnitt durch eine Falte verlängert, und die beiden seitlichen Enden des Peniskörpers berühren sich vorn. Grösse: 1,9 x 1,45 mm. Material: 4 Expl. (Typus, Paratypen) im Ungarischen National­Museum, Budapest, 1 Paratype im Deutschen Entomologischen Institut, Berlin-Friedrichshagen. Fundort: Abong-Mbang, Cameroun, 1959 1. Dr. R. LENCZY.

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