Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Báldi, T., Kecskeméti, T. , M. Nyírő, R. ; Drooger, C. W.: Neue Angaben zur Grenzziehung zwischen Chatt und Aquitan in der Umgebung von Eger (Nordungarn)

reticulata, Anomalina grosserugosa, A. cryptomphala, Gaudryina syphonella, Cassidulina globosa, Spiroplectammina carinata, Robulus inornatus, R. vortex, R. limbus, Sigmoilina coelata, Gyroidina soldanii, Cibicides ungerianus, Dentalina approximata und D. filiformis. Aus diesem Horizont der glaukonitführenden Schichten ist auch die arme Makrofauna bekannt. Brachiopoden : Megathyris cf. decollata, Terebratula sp. indet. Mollusken : Area cf. conformis, Flabellipecten burdigalensis, Chlamys n. sp. und Lyria sp. Ebenfalls in demselben Horizont befinden sich auch die lepidocyclinenführenden Kalk­steinlinsen, deren Fauna, offenbar infolge der anderen Faziesausbildung, abweichend ist. Neben den gesteinsbildenden Lepidocyclinen (Lepidocyclina dilatata, L. tournoueri, L. raulini und L. hungarica) sind die für die Fazies des seichten Meeres charakteristischen Milioliden vor­handen (Pyrgo ringens, Quinqueloculina seminula, Triloculina tricarinata), Asterigerinen, Dis­corbinen, Amphisteginen. Häufig ist die Art Cibicides lobatulus. Der lepidoeyclinenführende Kalkstein lieferte bis jetzt ausser einigen unbestimmbaren Bruchstücken von Pecten und Cardita keine Molluskenfauna. In den obersten, stark mergeligen glaukonithaltigen Schichten, deren Mächtigkeit 1—2 m beträgt, befindet sich wieder eine etwas abweichende Fauna. Es herrschen die Grossforamini­feren vor, in einer besonders grossen Menge tritt Miogypsina septentrionalis auf, etwas seltener Heterostegina, Amphistegina, Lepidocyclina morgani. Von den Kleinforaminiferen sind Asteri­gerina planorbis und Cibicides dutemplei am häufigsten. Mitunter lassen sich auch hier noch 1—2 paläogene Formen erkennen, so einige Exemplare von Clavulinoides szabói und Cibicides propin­quus. Das Innere der Foraminiferen ist oft von Glaukonit ausgefüllt. Häufig sind die Reste von Ostracoden sowie die von Bryozoen zu sehen. Die Bestimmung der Bryozoen wurde freundlicher­weise von E. D u d i c h jun. übernommen. Nach seiner Mitteilung vertreten sie die Art Batopora rotula. Nach oben zu gehen die glaukonithaltigen Schichten allmählich in einen 30—40 m mächti­gen Tonkomplex über, der gelblichgrau ist und einen muscheligen Bruch aufweist. Es ist cha­rakteristisch für diesen Tonkomplex, dass in ihm häufig rostgelbe, stark limonithaltige Linsen vorkommen. In der Mikrofauna sind folgende Formen die häufigsten : Bulimina pyrula, Reophax pilulifera, Nodogenerina badensis, Globigerina bulloides, Robulus inornatus, calcar, cultratus, simplex, Spiroplectammina carinata, Sigmoilina coelata, Gaudryina siphonella, Martinottiella communis. Es sind auch zahlreiche Spatangiden-Stacheln vorhanden. Neben ausgesprochen paläogenen Formen (Eponides budensis und Marginulina fragaria) sind zahlreiche miozäne Formen (Cibicides falkonensis, Bolivina antiqua, Vaginulina legumen) sowie auch die bereits in der chattischen Stufe häufige Form Almaena osnabrugensis anzutreffen. Diese Foraminiferen­Fauna steht der des Tones der „Wind'schen" Ziegelei von Eger sehr nahe. Die Molluskenfauna des Tones besteht aus folgenden Formen : Nuculana psammobiaeformis, Crassatella carcarensis bosqueti n. ssp., Cardita sp., Cyprina cf. islandica rotundata, Corbula basteroti, Varicorbula gibba, Turritella venus margarethae, Mathilda schreiberi, Solarium n. sp., Diastoma grateloupi turrito­apenninica, Drepanocheilus speciosus megapolitana, Melanella spina, Megatylotus crassatinus, Polinices cf. catena helicina, Murex paucispinatus, Babylonia eburnoides umbilicosiformis, Hinia schlotheimi n. ssp., Vexillum peyreirense, Marginella n. sp., Volutilithes permulticostata, Athleta ficulina, rarispina, Fusus n. sp. äff. austriacus, Turris coronata, trifasciata, Turricula reguláris, telegdi-rothi, Mangelia n. sp., Conus dujardini. Der Ton wird von einem glimmerführenden Grobsand mit kleinen Schotterstücken über­lagert. Der Grobsand besteht aus Quarzkörnern und Muskovit. Im Profil tritt hier das erste mal Muskovit in einer auffallenden Menge auf. Die Grösse der Quarzschotterstücke übertrifft nie 1—2 cm. Diese Bildung führt keine Fossilien. Nach oben zu geht der Grobsand in einen gelblichbraunen — braunen, lockeren Sandstein über, in den die Quarzkörner sowie die oft eine beträchtliche Grösse erreichenden Muskovit­platten mehr oder minder stark durch einen tonigen Limonit verkittet werden. Aus diesen Schich­ten kamen ausser einigen sehr schlecht erhaltenen Blattabdrücken überhaupt keine Fossilien zum Vorschein. Im Hangenden, aber ohne eine Aufschliessung der unmittelbaren Grenze, befin­det sich die mächtige Decke des ungeschichteten Rhyolithtuffs, der offenbar auf dem Festland abgelagert wurde. III. Die KJemforaminiferen-Fauna A. Über die Kleinforaminiferen der tertiären Schichten des Nyárjastető von Novaj befinden sich in der Literatur bis jetzt noch keine Angaben. Die reiche und interessante Foraminiferenvergesellschaftung, die aus diesen Schich­ten zum Vorschein kam, verdient eine gründliche und ausführliche Bearbeitung.

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