Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

P. ponderosa Doug, ist eine der Nadelhölzer Nordamerikas mit grösster Verbreitung. Unter den Pinus-Arten erreicht sie nach P. lambertiana die grösste Wuchshöhe. Sie bedeckt grosse Flächen in Oregon ung Kalifornien und gesellt sich stellenweise zu P. lambertiana. Die klimatischen, d. h. thermometrischen und hydrometeorischen Verhält­nisse der Goldkiefer geben wir im folgenden an. Wie wir schon erwähnten, ist sie gegenüber den Boden nicht wählerisch, ist aber auch gegenüber das Klima nicht sehr empfindlich. Sie erträgt 38—44° C Hitze und —35, —38° C Kälte. In ihrem Verbreitungsareal herrscht im allge­meinen doch ein stark ausgeglichenes Klima. Hier führe ich nach S c h e n c k (14) die Temperatur- und Niederschlagswerte eines Ortes an, wo die Goldkiefer ein optimales Wachstum aufweist : Sierra Madre, nördl. Breite 34° 12', westl. Länge 117° 55' Monat Jan. Febr. März. April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Durcbsclin. Durchschn. Temp. 11,8 12,6 13,5 15,1 16,4 19,6 22,4 22,8 21,4 18,7 16,1 12,8 16,9° C Niederschlag in mm 124 117 119 51 30 5 0 0 10 28 13 71 Summe 568 mm Pinus ponderosa Doug, lebt also unter einem ausgesprochen trockenen Klima. Neben einer ausgeglichenen Temperatur zeigt der Lauf des Nieder­schlages ein starkes Wintermaximum. Die meisten Regen fallen von Januar bis März, der Sommer ist vollkommen regenlos. Die Sommerdürre wird bis zu einem gewissen Grad von der stetig hohen Luftfeuchtigkeit gemildert. Die nahe verwandte P. canariensis C. Sm. die wir mit unseren Resten aus Hont ebenfalls verglichen haben, wächst unter einem ganz ähnlichen Klima, d. h. unter einem Klima mit regenlosem Sommer, mit sehr ausgeglichene Temperatur und einer stetig hohen Luftfeuchtigkeit. Da wir feststellten, dass unser Zapfen in die nähere Verwandtschaft dieser Kieferarten gehört, müssen wir für unsere Art einen solchen Klimacharakter annehmen. Nach früheren Feststellungen (3, p. 91) war während dem Tertiär in Ungarn das Klima des Tortons dem der Kanarischen Inseln am ähnlichsten, also einem solchen Klima das wir für die durch unsere Zapfenreste vertretene Nadelholzart in Betracht gezogen haben. Da die petrographisch-geologische Untersuchung auch die Tortonstufe als wahrscheinlich annimmt, so sehen wir die Meinung, dass hier ein Rest aus dem Torton vorliegt, dadurch unterstützt. Wir stellten schon fest, dass unsere Kieferart eine in die ökologische Gruppe der lorbeerblättrigen Bäume gehörende Konifere ist. Vielerorts wurde es nach­gewiesen, dass in Ungarn diese ökologische Gruppe ihre reichste Entfaltung in der Tortonstufe erreichte. Eine, in der allerletzten Zeit entdeckte und noch nicht genügend erforschte fossile Flora in der Nachbarschaft des Fundortes, woher unsere Zapfenreste stammen, bei Parasapuszta, weist eine entschiedene Herrschaft der Lauraceen (Cinnamomum) auf. Stratigraphisch betrachten wir auch diese neuentdeckte Flora als tortonisch und auch dies bekräftigt die Rich­tigkeit unserer Feststellungen. Literatur : 1. Andreánszky, G. : Ujabb harmadidőszaki páfrányok. — Nouvelles fougères du Tertiaire de la Hongrie (Földt. Közi., 82, 1952, p. 397—402). — 2. Andreánszky, G. : Osnövénytan. (Paläobotanik, Budapest, 1954). — 3. Andreánszky, G. & Kovác s.

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