Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS H UNGAR ICI Tomus 53. PARS MINERALOGICA ET PALAEONTOLOGICA 1961. Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns Von G. CZIFFERY —SZILÁGYI, Budapest Pflanzenreste aus der Sandgrube von Uppony (Nordungarn) (Abb. 1, 2) Der Fundort über dessen Pflanzenreste ich hier berichten will, hegt in der Nähe der Ortschaft Uppony, im Komitat Borsod, in einem Tal nördlich der Ortschaft. Die Nordwestausläufer des Bükk-Gebirges erheben sich hier noch zu einer ziemlichen Höhe. Auf den Höhen oberhalb der Sandgrube leigen an Pflanzenresten reiche Andesittuffschichten, die sich gegen Osten zu auf eine beträchtliche Fläche erstrecken. Diese Schichten sind sarmatisch und so von den jetzt zur Besprechung gelangenden Schichten jünger. Das genaue Alter der Flora der Sandgrube werden wir trachten im zusammenfassenden Teil festzustellen. In der Sandgrube von Uppony wechseln festere Schichten mit losem Sand. Die Schichten die die Pflanzenreste einschbessen bestehen nach den Feststellungen von Frau V. Fux-Széky aus ghmmerigem sandigem Ton. Mit den Pflanzenresten zusammen kommen auch Muscheln, Bryozoen und Korallreste vor, die aber wegen ihrer Brüchigkeit nicht genau bestimmbar sind und nach ihnen kann auch das Alter nicht genau festgestellt werden. Die Paläozoologen schätzen das Alter der tierischen Fossilien auf das Unter- bzw. Mittelmiozän. Die von hier stammenden Pflanzenreste sind beinahe sämtlich nur Bruchstücke und auch so besteht die uns zur Verfügung stehende Sammlung aus etwa 25 Stücken. Der Fundort Uppony-Sandgrube wurde vor etwa acht Jahren von M. Rozsnyói, dem damaligen Leiter des Museums von Ózd aufgeschlossen. Die hier zur Bearbeitung gelangenden Reste stammen teilweise aus seiner eigenen Sammlung, teilweise aus den Sammlungen von G. Andreánszky und seiner Mitarbeiter in 1953. Die Reste werden dementsprechend teilweise in der Sammlung des Museums von Ózd teilweise in jener des Naturwissenschaftlichen Museums zu Budapest aufbewahrt. Ihre Erhaltung ist minderwärtig und die Bestimmungen sind in vielen Fällen nur annähernd. Todea sp. (Abb. 1) Kleines Bruchstück eines Farnwedels, doch vortrefflich erhalten. Die Umrisse und die Aderung sind sehr deutlich. Dieser Rest ist entschieden das interessanteste Stück im ganzen Material und steht mit seinem Gegendruck uns zur Verfügung. Es ist der lineal-lanzettliche Spitzenteil des Farnwedels. Auch die Spitze selbst fehlt, so kann es nicht festgestellt werden, ob der Farnwedel spitz oder stumpf war. Der erhaltene Teil ist 18 mm lang und dazu kam noch eine 2 oder 3 mm lange Spitze. Am Grund wo der Rest am breitesten ist, ist er 7 mm breit. Hier ist auch noch der Bruchteil eines Seitenlappens sichtbar und an dieser Seite beträgt die Breite der Halbspreite 6 mm. Die Form des Lappens ist aber schon nicht feststellbar. Der Mittelnerv des Wedels ist sehr stark und wahrscheinlich bis zur Spitze von einem geraden Lauf. Aus ihm entspringen beiderseits je 9 Seitenäste in regelmässigen Abständen und in einem Winkel