Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns I.

Dieser Fund stellt eine neue Blattform für unsere Sarmatflora dar, ferner beweist er die Anwesenheit der Gattung Zizyphus in den Sandsteinfloren. Z. sativus (L.) Lam. ist eigentlich nur massig makrotherm, kann also nur sub­tropisch und nicht tropisch angesehen werden. Sonst gehört die fossile Art doch zu den makrothermen Elementen in den Sandsteinfloren. Weitere Schlüsse be­züglich der Umweltverhältnisse können aus diesem Fund zur Zeit nicht gezogen werden. Vitis cfr. aestivalis Mchx. Die früheren Sammlungen haben uns schon darüber unterrichtet, dass J^iiis-Arten verhältnismässig in den sog. Sandsteinfloren am reichlisten ver­treten sind. Die oben genannte Art war bisher aus Mikófalva und aus Nógrád­szakái bekannt. L e g á n y i sammelte 1959 mehrere Blätter dieser Art in Sály. Schöne Fiiis-Blätter sind in der neuesten Zeit auch aus Mikófalva zum Vorschein gekommen (Taf. IV. Fig. 16—17), die eher zur Art Vitis I. (Andre­ánszky, 1959, p. 171, Abb. 200) zu rechnen sind. Die grosse Mannigfaltigkeit der Fiiis-Blätter und in sehr vielen Fällen die schlechte Erhaltung der Abdrücke, ferner da die diesbezüglichen Fossilien noch immer nicht in genügender Menge zur Verfügung stehen, erlauben es derzeit nicht die einzelnen beschriebenen und aus dem ungarischen Sarmat angeführten Arten genau zu bewerten und ihren Formenkreis präzis umzugren­zen. Nach der Literatur ist es nicht sicher ob V. tokayensis Stur tatsächlich zu dieser Gattung gehört. Von der Art V. teutonica A. Br. besitzen wir keine solchen Abdrücke, die sämtliche Eigenschaften dieser Art aufweisen. Zwischen dieser Art und V. cfr. aestivalis Mchx. bzw. Vitis sp. I. können wir keine genauen Grenzen ziehen. Die Trennung der einzelnen Formen verlangt weitere Schürfun­gen und eingehende morphologische Untersuchungen. Dass die Vitis-Arten in unserem Sarmat besonders in den Sandsteinfloren vorkommen, hat ökologische bzw. Bodenreliefgründe. Während der Zeit dieser Floren war das Gelände stark kupiert, es entstanden tiefe Täler mit Wasser­läufen, wo die Rebenarten ihr Optimum fanden. Cissus upponyensis n. sp. (Taf. IV, Fig. 18) Folium (vel foliolum) ovatum, basi emarginatum, apice obtusum, margine in parte inferiore integrum, in parte superiore undulato-dentatum, dentibus brevis­sime acuminatis, 4,5 cm longum, in parte 2/5 inferiore 2,7 cm latum. Petiolus vel petiolulus deest. Nervatio palmata, nervi basilares 3, medius validus, rectus, usque ad apicem laminae conspicuus, laterales cum medio unguium 45—50° formantes, paulum arcuati, in dentem terminantes. Nervi secundarii 4—5 pares, cum basila­ribus lateralibus paralleli, subrecti, craspedodromi. Nervatio tertiaria distincta, camptodroma, cum nervillis bene visibilibus retem subtilem formáns. In tuffis sarmaticis ad pag. Uppony, comit. Borsod, in monte Szőlőhegy dicto. Holotypus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub No. 3517. Dieses Blatt (bzw. Blättchen) weist mehrere Eigenschaften der Cissus­Blätter auf. Von den bisher aus dem ungarischen Sarmat bekannten Cissus, bzw. Ampelops is-Blättern bzw. Blättchen weicht es aber darin entschieden ab-

Next

/
Oldalképek
Tartalom