Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Fekete, G., Majer, A. , Tallós, P. , Vida, G. ; Zólyomi, B.: Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges
1759. Leucojum vernum L. — Diese mitteleuropäische Art weist im Bakonygebirge eine den atlantisch-submediterranen Elementen ähnhche Verbreitung auf. Laut Redl ist sie westlich vom Gerence-Tal an mehreren Stellen aufzufinden. Diese Fundorte wurden durch weitere vermehrt : Ugod („Nagyf örtés-árok, Ingesbikarétárok, Kisgyökeres-árok"), an allen drei Stellen einige Hundert-Quadratmeter grosse Flächen bildend. Wächst in Buchenwäldern und zieht sich mehrere Kilometer weit in die Täler, Erlenwälder und Wiesen hinab. (M. A.) 1763. Tamus communis L. — Diese Art von atlantisch-submediterraner Verbreitung und daher mit Anspruch auf ein ausgeglichenes Klima war nur an einigen Stellen des Bakony bekannt. Im Laufe unserer Forschungen ist sie an vielen Orten entdeckt worden. Der Schwerpunkt fällt in die trockenere Buchenwälder (hauptsächlich vom Melica-Typ und teilweise vom Carex pilosa-Typ). —- Ugod (,,Somberektető, Nagysarok, Tolvajkút") — Szücs („Kiskopaszhegy, Kis-Svájc") — Iharkút (,,Tevelvár"), überall auf Gebirgsrücken, in frostfreier Zone (M. A.) — Gerencepuszta (,,Pálházihegy") (M. A., T. P., F. G.) — Herend („Alsóhajag") — BakonybéI („Gáthegv") — Tés („Tésestető, Palkó") — zwischen Farkasgyepű und Németbánya — Fenyőfő („Tóth árok") (F. G.) — Hárskút („Borzáshegy, Villásárok") (V. G.) — „Pápavár" (T. P., F.G.). 1773. Iris graminea L. — Im Nordbakony schon sehr selten. Szücs : („Kis Svájc") (M. A.) — BakonybéI („Vaskapu") (T. P.) 1800. Cypripedium calceolus L. —• Gézaházapuszta („Kővölgy") im Fago-OrnetumBestand (F. G.). 1808. Limodorum abortivum (L.) Sw. — „Burokvölgy" (J. P a p p) — Ugod : bei Irtáspuszta am Ausläufer des „Koppányi domb" (M. A.) 1814. Epipogium aphylliuu (Schm.) Sw. — Oberhalb von Hárskút, an der SO-Seite des „Belső-Egetthegy", im Quellengebiet vom Gerence (B. JN á d a i apud J. Papp mscr.). Wir kennen im Bakony schon 4 Fundorte dieser seltenen Art : („Cuhavölgy") — bei Csesznek (Polgár: Győri Szemle 1935, p. 154) — BakonybéI, in einem tiefen Schluchttal südlich vom „Kőrishegy" (Bánó L. in Kovács E. : BK., 47, 1957, p. 114) — „Dancsárok" im Hainbuchen-Eichenwald (Tallós P. in Kovács É. : BK.. 1. c, bezw. Tallós P.: BK,, 48, 1959, p. 80). 1821. Ophrys sphegodes Mill. — Ugod („Közbirtokossági erdő, Nádasvölgy") (M. A.) 1827. Orchis coriophora L.— Porva unterhalb des „Zabolaerdő" auf einer asphodUlreichen Wiese (J. Pap p). 1834. Orchis mascula L. ssp. signifera (Vest.) Soó. — Ugod („Nagysarok, Molnárkútárok") im azidophilen Buchen-Eichenwald (Luzula albida-Typ) (M. A.). 1841. Anacamptis pyramidalis (L.) Rieh. — Szücs („Kopaszhegy") — Ugod im Eichenwald an der Nordseite des „Vörös János séd" (M. A.) 1842. Himantoglossum hircin uni (L.) Spr. — Ugod („Durrogóstető") (viel !) — „Előerdő" im Zerreichenwald, Fehérkőhányó, an beiden letzten Stellen nur wenig (M. A.) 1918. Carex alba Scop. — Fenyőfő („Dancsárok") — Szücs („Kopaszhegy"), „Medvekőhát, Bakonyújvár" — BakonybéI („Tönkölös"). Massenhaft im auf Dolomitgestein entwickelten Fago-Ornetum. Die aus dem Nordbakony vom „Kőrishegy" mitgeteilte Angabe Simonk a i's bezieht sich, nachdem dieser Berg aus Kalkgestein aufgebaut ist, vermutlich auf eines der obenerwähnten nördlichen oder westlichen Dolomitvorberge. Die bekannte Angabe vom „Cuhavölgy" fällt auch auf Dolomit (F. G.). Das Fago-Ornetum des Nordbakony ist gegenüber dem des Südbakony eine verarmte Variante (seine positive Differentialart ist Primula acaulis), charakterisiert jedoch auch hier das Dolomitgestein. Bemerkenswert ist, dass während diese Phytozönose anderswo im Transdanubischen Mittelgebirge überall in N —NW-Exposition auftritt, ist sie hier — ähnlich wie in den Nordkarpaten (siehe K 1 i k a : Fatra) — überwiegend schon in W —SW Exposition ausgebildet ; (diese Tatsache ist durch die Höhenlage — maximal bis etwa 400 m — noch nicht begründet, hängt aber sicherlich mit dem abweichenden, kühlerem und niederschlagsreicherem Klima des Nordbakony zusammen). Während der Aufnahme der Karstbuchenbestände hat Z. B. vermutet, dass — da bei Fenyőfő das auf Sand ausgebildete Pinetum mit dem Dolomitgestein im Kontakt steht — es möglich sein könnte hier auch den Dolomitfelsen-Reliktföhrfnwald-Zustand zu entdecken. Leider war auf dem Dolomitgestein kein einziges Exemplar Pinus silvestris zu finden.* (Z.B. Weitere C. alba Angaben : Márkó („Malomhegy") — Inota („Baglyashegy") (Z. B.). Aus dem Keszthelyei- Gebirge sind bisher noch keine Angaben. Balatongyörök („Gargahegy") (Jávorka, Herb. Mus. 1927). Zalaszántó („Pvipostető") — Rezi („Bányahegy"). Überall auf Dolomitgestein, im Fago-Ornetum (Z. B.) — Ugod („Nagysarok") — Gerencepuszta („Eles* Wir bemerken, dass auf den steilen Kalkfelsen des Cuha-Tales, an einer unzugänglichen Stelle einige Exemplare (höchstens 20-jährige) Pinus silvestris wachsen (V. G.) — Vermutbch handelt es sich nur um durch natürliche Samenstreuung hingeratene Exemplare ; auf Grund einer zönologischen Analyse könnte man näheres feststellen.