Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Fekete, G., Majer, A. , Tallós, P. , Vida, G. ; Zólyomi, B.: Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATION ALIS HUNGARICI Tomus 53. PARS BOTANICA 1961. Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges Von G. FEKETE, A. MAJER, P. TALLÓS, G. VIDA & B. ZÓLYOMI, Budapest Vom Gebiet des Bakonygebirges, diesem weitausgedehntesten Glied des Ungarischen Mittelgebirges, verfasste R. Redl ein sehr sorgfältig zusammengestelltes, verlässliches und auch den modernen Gesichtspunkten entsprechendes Florenwerk (A Bakonyhegység és környékének flórája, Magyar Flóraművek, 5, 1942). Während den seitdem verflossenen 18 Jahren erforschten zahlreiche Fachmänner diese Gebirgsgegend — zum Teil schon Forscher der neuen Generation — und ihre Entdeckungen bereichern mit zahlreichen publizierten neuen Angaben das eigenartige Florenbild unseres Gebietes durch wesentbche Züge (die ZusammensteUung der seit dem ,,Flóramű" erschienenen floristisch-pflanzengeographischen Literatur siehe am Ende dieser Arbeit). Trotzdem bheben bisher viele ältere und auch neuere Angaben unveröffentlicht ; wenn auch manche publiziert worden sind (z. B. im Handbuch Soó&Jávork a's oder anderswo), so können diese doch nicht als genau und vollständig fachliterarisch betrachtet werden. Die Verfasser dieser Kollektivarbeit wollen diesem Mangel abhelfen dadurch, dass sie alle, ihrer Beurteilung nach aus floristischem und pflanzengeografischem Gesichtspunkt wichtigen Angaben ihrer Sammlungen hier veröffentlichen. Die floristischen Angaben sind ja an und für sich Ergebnisse der Forschungsarbeit, dabei bilden sie aber auch die Grundlage der weiteren Forschungen (waldtypologische Kartierung, Standorts-Aufschliessung, zönologische Vegetationsforschung, arealgeographische Forschung). Gründliche und ausführliche Florenwerke bedeuten bei dieser Arbeit eine Erleichterung und grosse Hilfe (z. B. können die entsprechenden Bestände auf Grund des floristischen Vorbandenseins der zönologischen Kennarten im voraus ausgewählt werden, doch ist dieser Zusammenhang auch gegenseitig, da die systematische planmässige zönologische und waldtypologische Arbeit die Florenbste am raschesten bereichert (wir weisen im vorhinein auf die Beispiele von Ruscus hypoglossum und Carex alba im West- und Nordbakony hin). Wir möchten unsere Auffassung hier betonen, wonach wir die einzelnen Pflanzen als Bauelemente der, durch das Klima, Grundgestein und Boden determinierten Vegetationseinheiten : der Phytozönosen betrachten, und dass demzufolge das Vorhandensein bestimmter Pflanzen an einem gewissen Ort (abgesehen von den Adventivpflanzen) kein Zufall, sondern in allen Fällen ein Ergebnis des kausalen zönoökologischen, oder geschichtlichen Zusammenbanges (in meisten Fällen beider) mit den Phytozönosen ist. Die Verfasser dieser Abhandlung arbeiten und sammeln alle seit mehreren Jahren — zum Teil auch heute noch — im Bakonygebiet. Die frühesten Angaben stammen von B. Z ó 1 y o m i, seine ersten Daten (aus dem Ostbakony) sind schon in R é d l's Florenwerk mitgeteilt worden. In der vorliegenden Abhandlung publiziert er die floristischen Ergebnisse aus den Jahren 1948 — 49 über seine Forschungen bezügbch der Buchen-Mannaeschen-Karstwälder und des Dolomitfelsenrasens. A. Majer arbeitet und sammelt schon seit mehr als 10 Jahren auf unserem Gebiet (seit dem Jahre 1949). Auch berufsmässig hat er sehr viel Zeit auf diesem Terrain verbracht, daher stammen auch die meisten Angaben von ihm, hauptsächlich vom Nordbakony und von der entferneteren Umgebung der Gemeinde Ugod, als eine der Resultate seiner waldtypologischen Aufnahme- und Kartierungsarbeiten. Im Jahre 1932 begann auch P. Tallós hier mit seinen Forschungen, zum Teil in Verbindung mit seinem Berufe, in den Jahren 1954 — 55 arbeitete er schon systematisch auf unserem 16 Természettudományi Múzeum Évkönyve