Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Báldi, T., Kecskeméti, T. , M. Nyírő, R. ; Drooger, C. W.: Neue Angaben zur Grenzziehung zwischen Chatt und Aquitan in der Umgebung von Eger (Nordungarn)

Die stratigraphische Analyse der Fauna von Novaj liefert uns einige Ge­sichtspunkte zur stratigraphischen Beuerteilung der Schichten umstrittenen Alters, die wir vorhin erwähnt haben. 1. Im chronostratigraphischen Sinne um­fasst der in Rede stehende Schichtkomplex sowohl die chattische wie auch die un­tere aquitanische Stufe in sich. 2. Die Trennung der beiden Stufen kann nicht ein­fach lithostratigraphisch gezogen werden, da die chronostratigraphischen Gren­zen nicht mit den hthostratigraphischen Grenzen zusammenfallen. Diese An­nahme wird durch die Tatsache bestätigt, dass im Profil der Umgebung von Eger die Oligozän/Miozän-Grenze aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mit der Grenze der glaukonithaltigen Schichten und des Tones zusammenfällt, wie das auf einer sedimentgeologischen und diastrophischen Grundlage zu erwarten wäre, sondern auch der tiefste Teil des Tones noch in die chattische Stufe ge­hört, sodass die durch den Ton gezeichnete Meeresvertiefung noch im Chatt begann. Die Oligo/Miozän-Grenze lässt sich demnach in jedem einzelnen Profil auf Grund einzeln durchgeführter ausführlicher biostratigraphischer Unter­suchungen feststellen. 3. Diese biostratigraphische Untersuchung kann vor­läufig nur auf einzelne Grossforaminiferen bezogen werden, in erster Linie auf die Miogypsinen, da die charakteristischen Merkmale des chattischen oder aber aquitanischen Alters der Mollusken und der Kleinforaminiferenfauna — zumindest im Gebiete des Karpatenbeckens innerhalb der Provinz der Parate­thys — bis jetzt nicht in genügendem Masse bekannt sind. Diese letztere Tat­sache wird dadurch hervorgerufen, dass unmittelbar über den rupelischen Schich­ten eine Molluskenfauna auftritt, in der bereits so zahlreiche miozäne Elemente vorhanden sind, dass man nicht mehr von einer typischen chattischen Fauna sprechen kann. Die Aufgabe besteht also darin, solche faunistische Merkmale zu erforschen, auf Grund deren die chattische Molluskenfauna von der aquitani­schen abgesondert werden kann. Wenn solche Merkmale auch in der Zukunft nicht gefunden werden können, müssen wir zu der Uberzeugung kommen, dass innerhalb der Provinz der Paratethys nur von einer im weiteren Sinne genom­menen oligo-miozänen chronostratigraphischen Einheit gesprochen werden kann, die einen Ubergang darstellt und sowohl die chattische wie auch die aquitanische Stufe als engere chronologische Einheiten in sich enthält. 4. Ein weiteres Problem, besonders an jenen Stellen, wo infolge der Faziesverhältnisse die Grossforaminiferen nicht vorkommen, besteht in der Abtrennung der chatti­schen Mikrofauna von der rupelischen. Im Laufe der Untersuchungen von Novaj hat es sich nämlich erwiesen, dass solche Foraminiferen, von denen man angenommen hat, dass sie nicht über das Rüpel hinausgehen, wie z. B. Clavuli­noides szabói, Gaudryina réussi usw. im Gebiete des Karpatenbeckens auch noch in der chattischen Stufe reichlich vertreten sind. Auch die Klärung dieses Problems ist eine Aufgabe der weiteren Untersuchungen. IX. Zusammenfassung 10 km ESE-lich von Eger (Nordungarn) in der Gemarkung der Ortschaft Novaj am Nyárjastető genannten Hügel ist die folgende Schichtserie aufge­schlossen : Zu unterst in 20 m Mächtigkeit ist ein glaukonithaltiger sandiger Mergel mit Zwischenlagerungen von Lepidocyclinenkalkstein vorhanden. Er geht nach oben zu in einen 30—40 m mächtigen molluskenführenden Ton über. Der molluskenführende Ton wird von einer grob klastischen Ablagerungsserie bedeckt, in deren Hangendem Rhyolithtuff vorhanden ist. Der tiefste Horizont

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