Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)
Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte
für die einzelnen Gattungen der 4 in Frage stehenden Hymenopteren-Familien angegeben. Am Ende der Tabelle erfolgen dann eine Zusammenstellung für alle 4 Familien, sowie anhangsweise auch die entsprechenden Angaben für die Art Andrena ovatula Kirby, welche mit ihren 83 stylopisierten Exemplaren die in unserer Sammlung am besten vertretene stylopisierte Hymenopteren-Art darstellt. Eine ähnliche tabellarische Zusammenstellung für die insgesamt 78 stylopisierten Homopteren erwies sich dagegen als nicht notwendig. Die bei den einzelnen Gattungen angegebenen Zahlen entsprechen den Zahlen der determinierten Arten, während in den Individuenzahlen auch die nicht endgültig bestimmten Tiere aufgenommen wurden. Die sich auf diese Weise ergebende Fehlerquelle erscheint mir nämlich immerhin geringer zu sein, als wenn die undeterminierten Exemplare überhaupt keine Berücksichtigung finden würden. Die in Tabelle I analysierbaren Tatsachen mögen im folgenden kurz zusammengefasst und ergänzt werden. Die 423 stylopisierten Hymenopteren verteilen sich auf 4 Familien. Drei dieser Familien (Sphegidae, Vespidae und Eumenidae) ergeben ein ziemlich einheitliches Bild, da sie mit ihren je 5 Gattungen auch eine annähernd gleiche Zahl von Wirtstier-Arten besitzen (21 = 15.1%, 15 = 10.8% und 27 = 19.4%). Auch die Zahl der stylopisierten Exemplare zeigt in diesen Familien ein ziemlich ausgeglichenes Bild (70 = 16.6%, 50 = 11.8% und 52 = 12.3%). Die 5 Gattungen der 4. Familie (Apidae) besitzen dagegen stark abweichende Werte, da einesteils ihre Artenzahl viel grösser ist (76 = 54.7%) als die der drei übrigen Familien und da auch die Zahl der stylopisierten Exemplare (251 = 59.3%) mehr als die Hälfte aller stylopisierter Exemplare der Sammlung in sich schliesst. Diese auffallend hohen Werte sind ausschliesslich auf die Stylopisationsverhältnisse der Gattung Andrena zurückzuführen. Bei dieser Gattung konnten nämlich nicht weniger als 56 Wirtstier-Arten und insgesamt 207 stylopisierte Exemplare nachgewiesen werden, also nicht weniger als 40.3% aller Wirtstier-Arten und fast 47% aller stylopisierten Exemplare der untersuchten Hymenopteren. Ziehen wir nun die bei der Gattung Andrena gefundenen Zahlen von denen aller Apiden ab, so zeigt es sich interessanter Weise, dass in diesem Falle auch die Familie Apidae sehr grosse Ubereinstimmung mit den drei übrigen Familien zeigt (20 Wirtstier-Arten = 14.4% und 44 stylopisierte Exemplare = 10.4%). Die Frage über die Ursache dieser auffallenden Tatsache muss wohl vorderhand offen gelassen werden. Einesteils kann sie ihre Erklärung in der zufälligen Zusammensetzung des Hymenopteren-Materiales des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums finden, anderenteils ist es aber nicht unbedingt von der Hand zu weisen, dass ihr vielleicht doch irgend eine biologische Basis zugeschrieben werden kann. Die Andrena-Arten scheinen nämlich gerade auf Grund der vorliegenden statistischen Ergebnisse diejenige Hymenopteren-Gattung darzustellen, welche die besten Grundbedingungen für den Strepsipteren-Befall bieten dürfte und diese Grundbedingung darf meiner Ansicht nach weniger in den morphologischen und anatomischen Charakteren der Wirtstiere gesucht werden, als viel eher in ihren brutbiologischen Eigentümlichkeiten, u. zw. in erster Linie in dem Entwicklungsgrade der Brutpflege. Diese Annahme kann aber vorläufig nur als Hypothese aufgestellt werden, da die Einzelheiten der Brutpflege der in Frage stehenden Hymenopteren-Arten bisher nur sehr wenig bekannt sind. Die 78 Wirtstiere aus der Ordnung Homoptera zeigen folgende Verteilung. 1 Gattung mit 2 Wirtstier-Arten und insgesamt 3 stylopisierten Exemplaren gehört der Familie Tettigometridae an, während die überwiegende Arten- (22 Arten)