Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)

Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges

Die Rippen von Asterocyclina pentagonalis sind stärker entwickelt und werden dem Rand zu viel breiter. Vorkommen. Diese Art, die aus Ungarn hier das erste Mal ange­führt wird, ist in unserem Gebiet in den Fundorten um Ajka (Köleskepe árok 2 und 3), ferner im Csehkuter Graben aus dem oberlutetischen lockeren, gelblich weissen sogenannten „Orthophragminenmergel" gesammelt worden. Die ausländische Verbreitung der Art ist recht bedeutend, da sie von NW-Marokko bis Armenien sowohl im mittleren wie auch im oberen Eozän bekannt ist. Asterocyclina pentagonalis (Schafhäutl), 1863 (Taf. V, Fig. 7, 10 ; Textfig. 26) 1863 Asterodiscus pentagonalis Schafhäutl, p. 107, Pl. XV, fig. 8. 1868 Orbitoides stella'a d'Archiac, Gümbel, p. 713, Taf. II, Fig. 115, Taf. IV, Fig. 4—7. 1922 Asterocyclina pentagonalis Schafhäutl, Douvillé, p. 94, Pl. V, fig. 1—2. 1929b Asterodiscus pentagonalis Schafhäutl, Llueca, p. 303, Fig. 66. 1940a Asterocyclina aff. stellata (d'Archiac), Brönnimann, p. 29, Taf. 1, Fig. 1, 2, 4, 8, 9 ; Taf. 2, Fig. 3, 4, 11, 13. 1940 Discocvclina (Jsodiscodina) pentagonalis Deprat, van der Weijden, p. 38, Pl. IV, fig. 7 ; PL V,' fig. 1. 1953 Asterocyclina pentagonalis (Schafhäutl), Schweighauser, p. 85, Taf. 13, Fig. 1,9: Text­fig. 56! Auch diese Art wird in Ungarn hier das erste Mal besprochen. Vom Fundort Köleskepe árok 2 habe ich mehrere, vom Pityerdomb bei Halimba einige mak­rosphärische Formen eingesammelt. Äussere Merkmale. Kleine, sternförmige, fünfeckige, in ganz seltenen Fällen abgerundet fünfeckige Asterocyclinen. In ihrer Mitte befindet sich ein gut entwickelter Knopf, von dem in Radialrichtung Rippen ausgehen. Die Anzahl dieser Rippen beträgt meistens 5. Von den untersuchten 29 Exempla­ren besassen 28 fünf und nur 1 Exemplar vier Rippen. Das Ende der Rippen verbreitert sich keulenförmig. Durch dieses Merkmal unterscheidet sich diese Art deutlich von allen anderen Asterocyclinen. Die Rippen sind vom Knopf durch eine deutlich entwickelte Furche getrennt. Die ganze Oberfläche des Gehäuses wird von Pfeilern bedeckt, welche am Knopf etwas stärker als an den Rippen und zwischen den Rippen entwickelt sind. Innere Merkmale. Äquatorialschnitt. — Der Embryonalapparat ist nephrolepidin. Der Protoconch ist in der Richtung der Hauptachse meistens zusammengedrückt. Der nierenförmige Deuteroconch umgibt den Protoconch etwa zur Hälfte. Auf Grund von 4 genau äquatorialen Anschliffen betragen die Masse der Embryonalkammern : Querdurchmesser des Protoconchs 0,11 mm, Längsdurchmesser 0,10 mm, Querdurchmesser des Deuteroconchs 0,16 mm. Die Wände der Embryonalkammern sind 0,01—0,02 mm dick. Die Periembryo­nalkammern werden von 2 Haupt-, 9—12 Neben- und 1—2 Interauxiliarkam­mern gebildet. Die Hauptauxiliarkammern sind breiter als die übrigen Periembryonal­kammern. Unter den Nebenauxiliarkammern ist es manchmal zu sehen, dass 2 evtl. 3 radial gelegene Kammern miteinander verschmelzen. Diese Erscheinung ist bei der Art Asterocyclina Stella noch häufiger zu beobachten, wie darauf später hingewiesen wird.

Next

/
Oldalképek
Tartalom