Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)

Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges

Am Aufbau des Gehäuses nimmt ausser einer äquatorialen Kammerschicht eine Lateralkammerschicht, die diese von beiden Seiten umhüllt, teil. Der An­fang in der äquatorialen Schicht wird auch hier wie bei den Discocyclinen, von den Annularkammern gebildet. Sie wird durch radiale Septen in Kämmerchen gegliedert. Zwischen den Periembryonalkammern und den darüber folgenden Ringkammern alternieren noch die Septen, von hier an gehen sie aber gegen den Rand zu bis zu den beiden letzten Ringen ununterbrochen durch. Die Septen dieser letzten beiden Ringe sind wieder alternierend. Da die Septen im überwiegenden Teil der äquatorialen Schicht ununterbrochen durchlaufen, Abb. 19. Skizze der Gehäusestruktur der Actinocyclinen (Nach P. Brönnimann). aequ = äquatoriale Kammerschicht, R = Rippen. Der weisse Teil der Schnittfläche veran­schaulicht die Lateralkammerschicht. liegen auch die Kammern nicht alternierend. Die benachbarten Ringe werden durch je einen radialen Stolon miteinander verbunden. Am Aufbau der radialen Rippen nimmt die einschichtige Schichtreihe der Äquatorial kammern nicht teil, sondern sie werden ausschliesslich von den Lateralkammern gebildet (Abb. 19). Dieser Charakterzug spielt eine bedeutende Rolle in der Absonde­rung der Actinocyclinen von den Asterocyclinen. Der Embryonalapparat ist in der Mehrzahl der Fälle nephrolepidin, man findet aber auch zahlreiche Übergänge zu der tryblidepidinen Anordnung, ja sogar auch der rein trybliolepidine Typus ist nicht selten anzutreffen. Die Struktur der Wände der Äquatorial- und Lateralkammern stimmt mit der der Discocyclinen überein. Mit der Morphologie, Phylogenese und Systematik der Gattung Actinocyc­lina befasste sich Brönnimann in einer grundlegenden Studie (1946a). Ein Grossteil unserer Kenntnisse über die Actinocyclinen ist auf Grund seiner Untersuchungen bekannt geworden. Seiner Auffassung nach stehen die Actinocyclinen und Discocyclinen mitei­nander in einer engen Verwandtschaft und sie sind aus einem gemeinsamen Typus phylogenetisch abzuleiten, und zwar so, dass die Actinocyclinen von den Discocyclinen abstammen. Diese Annahme wird auch dadurch unter­stützt, dass die Actinocyclinen zeitlich erst später auftreten. Die systematische Stellung der Gruppe wurde mit Hinsicht auf die Unterschiede, die sowohl den Discocyclinen wie auch den Asterocyclinen gegenüber bestehen, in einer gene­rischen Kategorie angegeben (p. 577).

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