Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 50. (Budapest 1958)
Kecskeméti, T.: Bis jetzt in Ungarn unbekannte Discocyclina und Asterocyclina aus dem Eozän von Ajka
mediterranen Eozänmeeres vor. Neben den Vorkommen in Spanien, Südfrankreich und der Umgebung von Vicenza muss nun auch das Vorkommen im südlichen Bakonygebirge in Betracht gezogen werden. Uber ein Vorkommen weiter östlich stehen uns keine Angaben zur Verfügung. Die zeitliche Verbreitung des Fossils muss in das Lutet gestellt werden. Diese Annahme wird auch durch die paläontologische und sedimentgeologische Untersuchung des Gesteins unterstützt. Asterocyclina taramellii (Schlumberger), 1904 (Tafel 1, Figur 6, 7, 8, Text fig. 2) 1904 Orthophragmina Taramellii Munier — Chalmas, in Schlumberger, p. 131, Pl, VI, fig. 41—46, 51, 57. 1922 Asterodiscus taramellii (Schlumberger), in Douvillé, p. 77, 93. 1929 Asterodiscus taramellii (Schlumberger), in L 1 u e c a, p. 298, Lám. XXIV. figs. 18—37. 1940 Discocyclina (Discocyclina) taramellii Munier-Chalmas Schlumberger, in van der Weijden, p. 57, Pl. IX. fig. 11—14. 1953 Asterocyclina taramellii (Schlumberger), in Schweighause r, p. 88, Taf. 13, Fig. 3, 11; Textfig. 58. Äussere Merkmale. Die Art gehört zu den kleinen Asterocyclinen mit einer charakteristischen sternförmigen Gestalt. Ihre durchschnittliche Grösse beträgt 3—5mm. Die Anzahl der Strahlen ist 4—6. Von den Exemplaren, die wir am Fundort von Ajka gesammelt, haben, besassen 2 Exemplare 4 Strahlen, 30 Exemplare 5 Strahlen und 3 Exemplare 6 Strahlen. Die Strahlen gehen von einem Umbo aus, der manchmal deutlich, öfter aber undeutlich begrenzt ist. Die Strahlen sind meistens zugespitzt. Die Oberfläche wird von dicht stehenden kleinen Pfeilern bedeckt, die am Umbo etwas grösser, am Rand, an den radialen Teilen, kleiner und im Interradius kaum zu beobachten sind. Innere Merkmale. Der Embryonalapparat ist nephrolepidin (Textfigur 2). DerProtoconch ist charakteristisch nierenförmig. Auf Grund von 6 Dünnschliffen, die genau in der Äquatorial ebene verfertigt worden sind können die Grössenverhältnisse des Embryonalapparates im folgenden angegeben werden ; Querdurchmesser des Protoconchs : 0,12 mm ; Längsdurchmesser des Protoconchs : 0,10 mm ; Querdurchmesser des Deuteroconchs : 0,19 mm. Fig. 2. —• Asterocyclina taramellii (Schlumberger). Ajka. Embryonalapparat. 120 x. Die Anzahl der Periembryonalkammern ist verhältnismässitg gering. Im allgemeinen findet man 2 Haupt-, 8—12 Neben- und 2—3 Interauxiliarkammern. Einige von den Nebenauxiliarkammern sind auffallend gross. Die äquatorialen