Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)
Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy
20. Melanopsis petrovici (Brusina) (Taf. IV., Fig. 16—21) 1902. Lyrcaea petrovici Brusina, Iconogr., t. 5. f. 17—20, t. 29. f. 3—4. 1929. Melanposis (Lyrcaea) petrovici (Brusina), Wenz, Foss. Cat., p. 2804. 1942. Melanopsis cylindrica-Petrovici, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal. 35, t. 6, f. 17—19, 22—25. 1942. Melanopsis cylindrica Strausz, ibid., f. 14—15. (n. Stoliczka!) Ebenfalls eine nur abgebildete, aber durch eine Beschreibung nicht abgegrenzte Art. Einen Versuch der Abgrenzung hat nur Strausz unternommen. Brusina hat diese Art, welche vielen anderen Melanopsis-Arten ähnlich zwischen weiten Grenzen variiert, auf Grund der aus Radmanest und aus dem serbischen Oresac stammenden Exemplare abgebildet. Unsere aus der Schicht No. 12. stammenden zahlreichen guterhaltenen Exemplare stimmen mit den Figuren 19. und 20. der Tafel 5. von Brusina dermassen überein, dass die Identifizierung auch auf dieser Grundlage anstandlos durchgeführt werden kann. Zur Vergleichung stand uns aus der Sammlung von R. S t r e d a auch ein aus Radmanest stammendes Exemplar zur Verfügung. Das radmanester Material der Sammlung von R. S t r e d a stammt aus der Brandenbur g'schen Sammlung, deren pannonisches Material durch Brusina bestimmt wurde, was unter anderem auch dadurch bewiesen wird, dass darunter sich auch mit der Handschrift B r u s i n a's versehene Zettel befinden ; demnach ist es möglich, dass das obenerwähnte Exemplar der M. petrovici ebenfalls durch Brusina bestimmt wurde. Dieses Exemplar weicht aber von den aus Balatonszentgyörgy stammenden Exemplaren entsprechender Grösse in Hinsicht keines wesentlichen Merkmales ab. Wir sind der Ansicht, dass von den durch Strausz veröffentlichten Abbildungen die Figuren 14—15, 17 — 19 und 22—25 der Tafel No. 6, welche er als M. cylindrica, bzw. als eine Übergangsform zwischen M. cylindrica und M. petrovici betrachtet, allein auf Grund der Abbildungen hierher gerechnet werden müssen. 21. Limnaea sp.? Aus der Schicht Ziegelfabrik No. 10. kamen zwei Fragmente (Apikalteile) zum Vorschein. Zufolge ihrer Mangelhaftigkeit kann von ihnen nur soviel festgestellt werden, dass sie der Verwandtschaft der L. stagnalis L. angehören, mit dieser Art aber nicht identifiziert werden können, weil ihre Umgänge enger aneinander liegen und langsamer anwachsen, so dass bei einer identischen Grösse diese Art 5, die L. stagnalis eber nur 4 Umgänge aufweist. 22. Galba sp? Ebenfalls aus der Schicht No. 10. kam ein juveniles Exemplar, bzw. der Apikaiteil einer Galba zum Vorschein. Von diesem Exemplare kann nur soviel gesagt werden, dass sie der Verwandtschaft der G. glabra (Müll.) angehört, es kann aber nicht mit Gewissheit behauptet werden, dass sie mit ihr identisch wäre. Dieser Zweifel konnte auch durch eine Vergleichung mit den aus Öcs stammenden Exemplaren der G. glabra nicht beseitigt werden. 23. Planorbarius grandis (Halaváts) (Taf. V., Fig. 15—17) 1902. Planorbis grandis Halaváts, A Balaton tud. kutatásainak eredményei, 4 ; A Balatonmellék paleontológiája, p. 53, t. 3. f. 5. (die deutsche Ausgabe erschien im Jahre 1903). 1929. Coretus grandis Halaváts, Wenz, Foss. Cat., p. 1472. 1942. Planorbis (Coretus) grandis Halaváts, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal. r 35, p. 94.