Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)
Andreánszky, G.: Neue und interessante tertiäre Pflanzenarten aus Ungarn
7 mm latus, levis. Pinnae in angulo ca. 40° inserti, 7,2—7.5 cm lati, recti, longitudine ignto, ca. 2,5 cm inter se distantes. In stratis oligocaeni superioris fabricae Windgydr, ad oppidum Eger, Hung, sept. Holotypus in collectione Inst. Bot. Syst. Univ. Budapest, sub No. 73777. Der Rest ist ein kleines Fragment eines grösseren gefiederten Palmenblattes. Er erinnert sehr an das Blatt der Dattelpalme, so könnte ihm vielleicht auch der Gattungsname Phoenix zukommen. Nachdem wir aber ausser dem Blatte keinen anderen Rest in Händen haben, der mit diesem Blatte in Verbindung zu bringen währe, müssen wir den Rest in der Sammelgattung belassen. Die Blattabschnitte berühren sich nicht, sondern stehen in gewisser Entfernung von einander. Da der Rest vom oberen Teil des Blattes herrührt, scheint es, dass die Blatabschnitte auch an der Spitze des Blattes nicht dicht standen. Dies allein unterscheidet ihn schon von den, im übrigen von ebendaher stammenden, im Nachfolgenden zu besprechenden Resten. Phoenicites sp. (?Flabellaria longirhachis Ung.) (Taf. III. 16 u. 17). Von diesem gefiederten Paimenblatt von einem Anderen Typus haben wir zwei Reste. Der eine (No. 6203) mit Gegendruck (6209) ist zwar viel kleiner, als der andere (XYZ), doch wird die Zugehörigkeit beider Fossilien zu einer und derselben Art nicht nur dadurch wahrscheinlich gemacht, dass sie aus denselben Schichten stammen, sondern auch dadurch, dass die Stellung der Blattabschnitte zum Rhachis eine ähnliche, sehr spitzwinkelige ist (ca. 20°). Hiebei stehen die Blattabschnitte an beiden Blättern dicht, in Berührung miteinander. Der kleinere Rest stellt die Spitze des Blattes dar, der andere, grössere rührt von einem von der Blattspitze etwas fernerem Teil des Blattes her. Es ist auch möglich, dass das kleinere ein sehr junges Blatt ist. Der Durchmesser des Rhachis des kleineren Blattes ist an der dicksten Stelle nur 1,5 mm, während der des anderen Restes wenigstens 4 mm beträgt. Die Blattabschnitte des kleinen Blattes sind 2 mm, die des anderen 4—5 mm breit. An beiden Abdrücken ist der konduplikate Typ des Blattes deutlich erkennbar. Die unter dem Namen Phoenicites sp. angeführte Paimenblätter sind mit der früher beschriebenen Ph. legdnyii nova sp. auf keinem Fall identisch. Es ist aber schwierig zu entscheiden ob sie einem schon beschriebenen Palmenblatt entsprechen, oder nicht. Die Palmenblätter sind meist stark brüchig, an ihnen lassen sich nur wenig Details feststellen und so lässt sich auch die Identität der Art nur selten konstatieren. Nur einzelne Erkennungszeichen ermöglichen es die Blätter von einander zu unterscheiden. So z. B. Phoenicites spectabilis Ung., die schon von mehreren Orten beschrieben wurde, unterscheidet sich stark von der Ph. legdnyii, weil die Blattabschnitte, obwohl sie ebenso fernstehend sind, sozusagen im rechten Winkel abstehen. Insofern wir die beiden, unter dem Namen Phoenicites sp. beschriebenen Reste zur selben Art rechnen, so haben die Schichten der Windschen Fabrik bei Eger bisher drei Palmenarten geliefert. Die eine ist die gut gekannte Tuzsonia hungarica Andreánszky die beiden anderen sind die hier angeführten zwei, leider vorläufig noch wenig gekannten Arten. Erklärung der Tafeln Tafel I. 1. Equisetum braunii Ung. Eger, Wind'sche Fabrik, oberes Oligozän 4/5 2. Equisetum cfr. maximum L. Eger, Wind'sche Fabrik, oberes Oligozän 4/5 4 Term. Tud. Múzeum Évkönyve