Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)
Dely, O. G.: Markierungsversuche an Fröschen (Vorläufige Mitteilung)
3 Individuen zweimal, 1 Individuum dreimal und 1 Individuum vierma beobachtet. Den an dieser Stelle am 9. September numerierten Wasserfrosch (Nr. 278) sah ich dreimal wieder, die anderen dagegen keinmal. Die Menge des untersuchten Materials und die Zahlenverhältnisse der wiedergefangenen Tiere berechtigen zwar zu keinen weitgehenden Folgerungen,, doch seien hier einige Bemerkungen gestattet. Beim ersten Brunnen wurden insgesamt 7 Frösche während der Untersuchungszeit wiedergefangen, von denen ich drei Exemplare auch beim letzten Sammelausflug vorfand. Diese hatten sich damals bereits zum Winterschlaf zurückgezogen. Es kann vorausgesetzt werden, dass die aus dem Teiche herausgefangenen übrigen elf Wasserfrösche wieder ihren alten lebensort im Teich aufgesucht hatten. Dies beweist auch der von Kaszab gesammelte Frosch (Nr. 355). Es wäre ja unwahrscheinlich gewesen, dass ich bei der vorletzten gründlichen Untersuchung beim Brunnen unter den 8 damals dort eingefangenen Fröschen kein aus dem Teiche stammendes Tier gefunden hätte, wo ich doch dort sogar im Juni beringte Frösche fangen konnte. Daraus folgt, dass die Frösche an ihren Lebensort nicht nur durch das Wasser gebunden sind, sondern dass sie auch einen gewissen »Ortsverbundenheitstrieb« besitzen. В reder und andere Forscher führten einschlägige Untersuchungen mit mehreren Froscharten durch una* erhielten ähnliche Resultate. Auch sie beobachteten, dass die Frösche aus der Gegend auf einige Stunden oder Tage verschwanden, da die Tiere nirgends auffindbar waren. Man kann den »Ortsverbundenheitstrieb« nicht mit einer positiven Hydrotaxis erklären, weil das Wasser in allen Fällen vorhanden war. Wir können auch nicht sagen, dass das grössere Wasser bei den Tieren die Anziehungskraft steigerte, weil in diesem Falle die Frösche der ersten Grube zum Winterschlaf in den Teich gezogen wären. Der Fischteich gewährt den Tieren unzweifelhaft grössere Möglichkeiten, doch birgt er auch grössere Gefahren. Es entsteht hier die Frage, ob wir ähnliche Resultate erhalten würden, wenn wir im Brunnen gefangene Frösche in den Teich entliessen. Werden sie in die Grube zurückkehren? Dies ist zur Zeit für uns noch fraglich, doch kann dies auf Grund der Brede rschen Untersuchungen als wahrscheinlich angenommen werden.' В r e d e r fing nämlich aus einem Bache zwei Frösche heraus, die bei einer entfernt gelegenen Quelle entlassen wurden. Einer von beiden kam am sechsten Tag zum Bache zurück. In einem anderen Falle trug der erwähnte Forscher die Frösche von einem Ufer auf das andere hinüber. Irgendein Vorteil des einen Ufers gegenüber dem anderen war menschlich nicht feststellbar, die Frösche kehrten aber dennoch zum ursprünglichen Ufer zurück. Wir können also abermals feststellen, dass diese Tiere einen »Ortsverbündenheitstrieb« besitzen. В r e d e r erwähnt auch, dass die unfreundliche Umwelt nicht nur einen Impuls zum Weitergehen der Tiere gibt, sondern auch den »Heimkehrstrieb« dieser Tiere vergrössert. Die Frösche der zweiten Grube (die Bombinen und auch die einzige bei zwei Gelegenheiten rückfangene Rana) scheinen dies gleichfalls zu beweisen. Einen Teil der Unken konnte ich nur wegen der unrichtigen Beringung nicht auffinden, da — wie schon erwähnt — die an die Tibia aufgelegten Ringe leicht herabgleiten konnten. Man kann unzweifelhaft feststellen, dass die Tiere manchmal eine Weile verschwinden (siehe Nr. 81,273, 51), um dann wieder zum Vorschein zu kommen. Dies beweist, dass der »Ortsverbundenheitstrieb« bei den Anuren im Falle der einzelnen Arten von einer jeweils anderen Beschaffenheit ist, ja man kann sogar