Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Jánossy, D.: Fossile Microtinen aus dem Karpatenbecken. I.: Lemminge

Die Verteilung in den Fundorten war folgende : Henseli Über­Gulielmi gangsform Felsnische Pilisszántó Pálffy-Höhle Jankovich-Höhle Óruzsin-Höhle Peskő-Höhle . Szelim-Höhle . 150 53 66 75 6 15 5 69 18 8 20 56 10 14 17 Kiskevélyer Höhle 2 Die verhältnismässig zahlreichen Übergangstypen stellen einen deutlichen Beweis dafür dar, dass dieses Merkmal die zwei Arten morphologisch nicht voneinander trennt. Ausser den M 3 untersuchte ich noch die M lf welche eine auffallende Stabi­lität aufwiesen, und auf welchen nur die bekannten Varietäten beobachtet werden konnten. Unter diesen stellte ich auch die von Winogradow beschriebene Variante des D. torquatus altaicus foss. fest (in 28, p. 492). Betrachten wir nun die Merkmale des oberen M 1 und M 2 . Wie aus der vorher erwähnten Literatur ersichtlich ist, legen die Autoren das grösste Gewicht auf dieses Merkmal. Da sie das Vorhandensein oder den Mangel der hinteren inneren akzessorischen Schmelzfalte als beständig betrachten, hält Allen dieses für ein subgenerisches, H i n t о n dagegen für ein spezifisches Merkmal (17, p. 147). Offenbar ist es bei der nordamerikanischen Art D. hudsonius Pall. tatsächlich beständig, — wie es die jüngsten Untersuchungen bekräftigten (1). Dagegen geht aus den oben geschilderten Feststellungen О g n i e w's klar hervor, dass dies auf die eurasische Form nicht bezogen werden kann (28, p. 492). In dem Material der Pálffy-Höhle^zeigen 2 Stück den Typ henseli, 8 Stück den des gulielmi, und 4 Stück den Übergangstyp, wobei letztere gleichfalls eine Neigung zum Typ gulielmi aufweisen. Dagegen fand ich — wie vorher erwähnt — in demselben Material 53 Mandibeln vom Typ henseli und 18 Stück vom Typ gulielmi. Die Mandibeln stehen also in einem umgekehrten Verhältnis zu den Maxillentypen, welcher'Umstand es schon allein sehr unwahrscheinlich macht, dass die Mandibeln - der Form henseli zu denen mit demselben Namen bezeichneten Maxillen gehören. Aus dem Material der Jankovich-Höhle kamen zwei Maxillen des Types gulielmi (Übergangsform), in dem Pilisszántóer Material dagegen eine Maxille vom Typ henseli und eine andere Maxille, auf welcher der rechtseitige M 1 das henseli-, der linksseitige aber das gulielmi-Merkmal zeigt, zum Vorschein. Aus alldem ist ersichtlich, dass auch dieses Unterschei­dungsmerkmal unzureichend erscheint (Taf. I., Fig. 1., 2., 3.). Wenn wir die bisherigen Feststellungen zusammenfassen, dann können wir feststellen, dass im» Dicrostonyx-Material des ungarischen Beckens Über­gangsformen erkennbar sind, und zwar einerseits in der Struktur des unteren M 3 , und anderseits in der des oberen M 1 und M 2 . Die von Woldrich, Hinton und anderen Forschern festgestellten Masslmterschiede werden gleichfalls illusorisch, wenn wir jene breite Streuung der einzelnen Masse vor Augen halten, welche die Funde des pannonischen Beckens aufweisen. Meine auf 553 unteren Zahnreihen durchgeführten Messungen ergaben das Resultat, dass sie — abgesehen von individuellen Varianten — gleich­massig zwischen 6,3 und 8,9 mm variierten.

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