Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 4. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Eine neue Art der Gattung Trilobus Bastian (Nematologische Notizen. 2.)

Eine neue Art der Gattung Trilobus Bastian (Nematologische Notizen. 2.) Von I. Andrássy, Budapest Die Trilobus-Atten gehören im allgemeinen zu den nicht leicht bestimmbaren Nematoden, und die etwa 25 beschriebenen Arten der Gattung bedüfen einer starken Revision. Hier wird eine neue Trilobus-Art besprochen, die aber in gewissen Merkmalen von allen übrigen Arten des Genus abweicht und die von diesen schon auf den ersten Augenblick zu unterscheiden ist. Diese neue Art ist auch darum interessant, weil sie auf einem Sodaboden gefunden wurde, und stelt folglich einen neuen Beitrag ztir Kenntnis der noch so wenig bekannten Nematodenfauna der natronhaltigen G ebi te dar. Trilobus imberbis n. sp. (Abb. \a-c) Masse : 2 $, L = 0,511—0,555 mm ; a = 24,2—26,3 ; b = 4,3—4,4 ; c = 4,9—5,8 ; V .= 46,4—47,4%. Körper klein, ziemlich hell, durchsichtig. Kopf nicht abgesetzt, mit 6 Lippen (Abb. lb). Lippenpapillen sehr winzig, ihre inneren Nerven aber deutlich. Kopf­borsten ausserordentlich klein, stark reduziert, auch bei Immersion kaum sichtbar. Kutikula glatt, aber Subkutikula mit sehr feiner Ringelung. Seitenorgan schlecht zu erkennen, seine Öffnung elliptisch. Mundhöhle — mit den übrigen Arten der Gattung verglichen — ziemlich schmal, zweiteilig : Atrium rundlich, hinterer Teil verjüngt. Letzterer mit einem kräftgen und spitzigen, nach vorn gerichteten Dorsalzahn — vor dem die Mundhöhle bogenförmig ausgebuchtet ist — und mit zwei kleineren, weiter hinten stehenden Subventralzähnchen. Ösophagus fast zylindrisch bzw. nach hinten sehr langsam und gleichmässig verbreitet, am Ende mit für die Gattung charakteristischen Drüsen (Abb. la). Ösophageallumen mit einer Spiralleiste. Nervenring am Ende des zweiten Fun tels des Ösophagus. Exkretionsporus und Seitenmembran nicht nachgewiesen. Darmlumen hinter der Speiseröhre stark, magenartig erweitert ; Darmwand ziemlich dünn. Rektum gebogen, kurz, etwas länger, als die Hälfte der analen Körperbreite. Vulva vor der Körpermitte, ihre Lippen schwach vorspringend. Vagina kurz, etwas nach vorn gerichtet. Geschlechtsorgan paarig, Ovarien zurückgebogen. Die riesengrossen Eier für die Art sehr charakteristisch. Beide Weibchen mit je zwei Eiern ; ihre Grösse 55,0—82,0 /xx 11,7—14,0/x, Länge der Eier also 4,5—6mal grösser als ihre Breite. Eikerne sehr auffallend und kräftig. Schwanz mit drei grossen, einzelligen Drüsen, am Ende mit einem in die Kutikula eingelegten Drüsenausführungsrohrchen. — Männchen unbekannt, und da in den Uteri keine Spermien gefunden wurden, ist es wahrscheinlich, dass die Fortpflanzung parthenogenetisch erfolgt. Die neue Art unterscheidet sich von allen bekannten Arten der Gattung Trilobus durch die kleine Körpergestalt, die sehr stark reduzierten Kopfborsten, den Bau der schmalen Mundhöhle und die riesigen Eier. Wegen ihrer rudimentären Kopfborsten steht sie T. grandipapilloides Micoletzky und T. brevisetosus (W. Schneider) am nächsten, ist aber von diesen auch schon durch ihre kleinere Gestalt zu unterscheiden.

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