Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 4. (Budapest 1952)

Stiller, J.: Die Protozoen des Pécsely-Baches in Ungarn

Linter dicht nebeneinander, an den Intersegmentalhäutchen am Rücken des Wirtstieres. Die im Pécsely-Bach lebenden Tiere waren kleiner, als die von P r e c h t (1935) im Kieler Brackwasser auf Gammarus locusta gefundene Stammform, welche eine Länge von 60—70 [x erreichte. Auch Nenn inger (1948) gibt für die von ihr gefundenen Tiere 50—81 JU., Sommer (1950) 40—50 [x an, während die von mir untersuchten Exemplare nur 35—40 [x lang und 20—25 fx breit waren. Dieser beträchtliche Grössenunterschied steht möglicherweise mit dem verhältnis­mässig niedrigen Nährstoffgehalt des Pécsely-Baches, sowie seinem extrem hohen Kalkgehalt zusammen, denn unter normalen Verhältnissen müssten wir im Süss­wasser eine bedeutend grössere Rasse dieser ursprünglich als Brackwasserform bekannten Art erwarten. Epistylis gammari f. rotunda f. n. (Abb. 3) Diese Form lebte im Mai und Juni 1950. im Babvölgy gemeinsam mit der Stammform auf Gammarus fossarum. In anderen Bachabschnitten wurde sie nicht gefunden und sie meidet nach den bisherigen Erfahrungen, ebenso wie die Stamm­form, den im Babvölgy immer nur seltenen Carinogammarus triacanthus. ím Jahre 1951. kam diese Form nicht mehr zum Vorschein, trotzdem sie im Vor­jahr eine der häufigsten Formen dieses Bachabschnittes war. In diesem Jahr war die Wasserführung des Baches viel grösser (50 1/sec.) und die Strömung viel stärker (50 cm/sec. Bestimmungen von B. E n t z, Tihany). Auch Gammarus fossarum war ziemlich dezimiert und die untersuchten Exemplare waren oft fast frei von Epizoen. Die f. rotunda hatte einen aufgetriebenen, kugeligen Körper, welcher hinten immer breit abgerundet war. Der wulstartig verdickte Peristomsaum bildet mit seinem 26—32 fx Durchmesser den schmälsten Abschnitt des Körpers. Der Diskus ist immer gewölbt. Sehr häufig sieht man zwei Pulsationsblasen rechts und links vom Schlünde, doch ist dies kein systematisches Merkmal, denn häufig findet man auf derselben Kolonie nur eine, etwas grössere Pulsationsblase. Dieselbe liegt dann oft in der Höhe des Peristomsaumes, während die Pulsationsblasen meist, wie bei der Stammform, mehrere Mikron unter dem Peristomsaum liegen, ähnlich wie dies auch Nenninger (1948, S. 190) bei der von ihr gefundenen Bachform erwähnt. Das Protoplasma ist farblos und durchscheinend, die Grenze von Ento­und Ektoplasma nicht scharf. Die Pellicula ist glatt. Im Protoplasma befinden sich oft mehrere Blasen, welche weder pulsieren, noch Nahrungspartikelchen enthalten. Der Kern ist lang, hufeisenförmig gebogen und liegt parallel zur Längs­achse des Körriers. Die Stielscheide des farblosen Stieles ist etwas getrübt, ihre Oberfläche infolge körnchen- oder höckerartiger Erhebungen uneben. Längsstreifung ist selbst im Hauptstiel nicht sichtbar. Das untere Ende ist nicht haftplattenartig verbreitert, wie bei der hier lebenden Stammform, sondern schwach gerundet. Die Höhe des Stieles erreicht nicht selten 300 /x. Der Körper ist 45—50 {x lang. Die grösste Breite beträgt 40—45 p. Diese langgestielte Form mit rundlicn gedrungenem Körper lebte an jenen Exemplaren von Gammarus fossarum, welche in stillen Einbuchtungen des Baches an der Oberfläche abgefallener Buchenblätter nagten, oder zwischen den Pflanzen des rasigen Uferabschnittes am Ausgang des Babvölgy in grossen Mengen lebten. 4* 51

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